Neumünster : Treff für alle Altersgruppen

Andrea Schütt koordiniert die Aktivitäten im Volkshaus, Horst Saggau ist Vorsitzender des Beirats und kümmert sich mit seiner ehrenamtlichen Handwerkergruppe auch um die Unterhaltung.
Andrea Schütt koordiniert die Aktivitäten im Volkshaus, Horst Saggau ist Vorsitzender des Beirats und kümmert sich mit seiner ehrenamtlichen Handwerkergruppe auch um die Unterhaltung.

Das Volkshaus in Tungendorf ist seit zehn Jahren Mehrgenerationenhaus. Träger ist die Diakonie Altholstein.

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12. Juni 2018, 11:00 Uhr

Neumünster | Dass ein Förderprogramm des Bundes auf kommunaler Ebene so lange läuft wie bei den Mehrgenerationenhäusern, ist schon einzigartig. Am 13. Juni 2008, also vor zehn Jahren, feierte das Volkshaus seinen neuen Status als Mehrgenerationenhaus (MGH).

„Das ist kein Wohnprojekt, wie oft angefragt wird, sondern ein Ort, an dem sich die Generationen treffen“, sagt Andrea Schütt, die bei der Diakonie Altholstein die Aktivitäten im Mehrgenerationenhaus koordiniert. Die Diakonie hatte 2007 den Zuschlag für dieses bundesweite Projekt erhalten und sich gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Für jeden Kreis/jede kreisfreie Stadt ist nur ein Mehrgenerationenhaus vorgesehen.

Herzstück jedes Mehrgenerationenhauses ist der offene Treff, im Volkshaus ist das das ehrenamtlich geführte Nachbarschaftscafé. „Das ist unsere Ideenbörse, hier kommen die Leute und Talente zusammen“, sagt Andrea Schütt. „Unsere Bewerbung war gut, wir hatten aber auch schon ein Fundament“, so Schütt. Im Volkshaus gab und gibt es die Kita, die Stadtteilbücherei, einen Seniorenclub, die Hobbymaler. Auch der Förderkreis war schon aktiv. Inzwischen gibt es ein ganz breites Netzwerk, und die Besucher der Angebote kommen aus ganz Neumünster und aus dem Umland.

Es gibt 17 regelmäßige Gruppen von der Boule-Runde bis zu den Plattsnackern und in diesem Jahr wohl gut 30 besondere Veranstaltungen. Etwa 80 Ehrenamtler engagieren sich für das MGH. Gruppen, Firmen, Parteien, aber auch private Interessenten mieten Räume wie den Saal. „Davon leben wir. Die 30 000 Euro Fördermittel vom Bund und die 10 000 Euro an Sachleistungen von der Stadt reichen nicht aus“, sagt der Vorsitzende des MGH-Beirats, Horst Saggau.

Mit seiner „Unterhaltungsgruppe“ ist Saggau selbst ein Beispiel für das gute Miteinander und große Engagement. Die Handwerkerrunde trifft sich regelmäßig zum Klönschnack, legt aber auch bei der Unterhaltung des Gebäudes Hand an und baute in Eigenhilfe das Dachgeschoss im Volkshaus aus.

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