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CDU-Kreisparteitag : Traumergebnis für Wolf Rüdiger Fehrs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kreisvorsitzender mit 47 von 48 Stimmen für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt

von
erstellt am 09.Dez.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | So ein Wahlergebnis kann man fast schon sozialistisch nennen: Mit 98 Prozent Zustimmung wählten die CDU-Mitglieder Wolf Rüdiger Fehrs beim Kreisparteitag im Hotel Prisma für zwei weitere Jahre zu ihrem Kreisvorsitzenden. 47 Ja- und nur eine Nein-Stimme waren ein klares Votum für Fehrs, der am 7. Mai auch bei der Landtagswahl antritt.

„Mit einem solchen Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Ich bin mal mit 65 Prozent gestartet. Herzlichen Dank für das Vertrauen“, sagte Fehrs, der seit 2010 – mit einer Unterbrechung – CDU-Vorsitzender in Neumünster ist und zum vierten Mal antrat.

Ein klares Votum gab es auch für Fehrs’ neues Stellvertreterduo. Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger erhielt 38 Stimmen (79 Prozent) und folgt auf Babett Schwede-Oldehus, die nicht erneut kandidierte. Weiterer Kreispartei-Vize ist Jan Hinrich Köster. Der Ratsherr und Vorsitzende der Jungen Union bekam 40 Stimmen (83 Prozent) und ersetzt Klaus Grassau, der mit 63 Prozent zum Beisitzer gewählt wurde. Zu weiteren Beisitzern wurden Britta Einfeld (88 Prozent), Dirk Sasson (86 Prozent), Henning Voigt (86 Prozent), Martin Kriese (80 Prozent) und Thomas Michaelis (51 Prozent) gewählt. Das Topergebnis erzielte Schatzmeister Gerrit Stamer mit 100 Prozent.

In den Mittelpunkt seines Rechenschaftsberichts hatte Wolf Rüdiger Fehrs das Handlungskonzept für die Innenstadt gestellt. Er nannte es befremdlich, dass trotz des klaren Votums im Rat die Verwaltung jetzt nicht mit Fachvorlagen aktiv werde. Die „halbherzigen Reparaturpläne“ der FDP lehne die CDU ab. „Der Großflecken muss völlig neu konzipiert und gepflastert werden“, so Fehrs. Die Besucherzahlen der Holsten-Galerie sollen sich positiv auf die ganze Innenstadt auswirken. Das gehe nur, wenn die Innenstadt attraktiv gestaltet sei.

Ein politischer Aufreger für die CDU bleibt die Freilegung der Schleusau auf 30 Metern am Museum Tuch + Technik. Die Kosten dafür explodierten von 680  000 auf 1,2 Millionen Euro. Fehrs: „Das ist keinem Steuerzahler zu erklären.“

Als Gast stimmte der direkt vom CDU-Bundesparteitag aus Essen kommende Landtagsfraktionschef Daniel Günther auf die Landtagswahl ein. „Wir wollen in Schleswig-Holstein gewinnen im Mai 2017. Das ist keine Floskel. Wir können das schaffen, auch in Neumünster mit Wolf Rüdiger Fehrs“, sagte Günther und kündigte einen „Wahlkampf von Tür zu Tür“ an.

Die CDU könne Schleswig-Holstein besser regieren als diese Landesregierung, sagte Günther und hob die Bildungspolitik hervor. Das Ziel „Abi für alle“ sei schlicht falsch, sagte Günther in seinem Plädoyer für die duale Ausbildung und „Bildung, die wieder auf Leistung setzt, damit die jungen Leute wieder eine Perspektive haben“.

Auch beim Thema innere Sicherheit will die CDU punkten. Günther sagte hier der Polizei mehr Rückendeckung aus der Politik zu. Und er machte klar: „Eine CDU, die die Interessen der Städte vernachlässigt, ist nicht mehr mehrheitsfähig.“ Die Masse der Schleswig-Holsteiner wohne in den Städten und im Hamburger Umland.


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