Trauer um Ehndorfs Ehrenbürgermeister

Gustav Göttsch
Gustav Göttsch

von
17. Mai 2018, 11:25 Uhr

Mit Blick auf seine politische Arbeit sagte Gustav Göttsch einmal: „Ich sehe mich als Laufjungen ohne feste Sprechzeiten. Doch diese Rolle habe ich sehr gerne übernommen.“ Mit dieser Einstellung hat er jahrzehntelang für Ehndorf und das Amt Aukrug gewirkt. Am 9. Mai verstarb Gustav Göttsch im Alter von 84 Jahren.

Der Landwirt startete 1970 mit seinem politischen Engagement in der Ehndorfer Gemeindevertretung. 33 Jahre brachte der CDU-Mann sich allein dort ein, davon 21 Jahre als Bürgermeister. Mit Bescheidenheit, Menschlichkeit, aber auch mit einer Portion Bauernschläue hat er nicht nur die Gemeinde vorangebracht, sondern über das Dorf hinaus gewirkt. Zu den Meilensteinen seines Bürgermeisterlebens gehören unter anderem die Dorfentwicklungsplanung, das Flurbereinigungsverfahren, die zentrale Trink- und Abwasserversorgung, der Bau eines Bürgerhauses sowie der Ausbau der Ortsdurchfahrt. „Unter seiner Regie hat sich Ehndorf von einem Bauerndorf zum modernen Wohnort entwickelt“, sagt die ehemalige Bürgermeisterin Magret Kaschner.

Gustav Göttsch engagierte sich auch über 21 Jahre im Aukruger Amtsausschuss, den er neun Jahre leitete. 65 Jahre war er in der Freiwilligen Feuerwehr. Den Angelverein hat er vor 39 Jahren mitbegründet, war dort auch Ehrenmitglied und hat sich für die Umwelt eingesetzt, zum Beispiel dafür gesorgt, dass die Wasserqualität der Stör wieder besser wird. Damit nicht genug. Er bekleidete unter anderem Ehrenämter im Wasbeker Schulverband, im Zweckverband der Sparkasse Hohenwestedt, er war Vertrauensmann des Bauernverbandes und über 30 Jahre ehrenamtlicher Richter beim Landwirtschaftsgericht.

Im Alter von 70 Jahren verabschiedete sich Gustav Göttsch am 8. April 2003 aus der aktiven Kommunalpolitik. Sein Engagement wurde gewürdigt: Gustav Göttsch war Ehrenbürger und Ehrenbürgermeister von Ehndorf. 2004 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Gustav Göttsch hinterlässt seine Frau Elke und drei Kinder mit Familien. Die Trauerfeier findet am Freitag, 18. Mai, ab 11 Uhr in der Wasbeker Friedenskirche statt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen