Ortsentwicklung : Trappenkamp soll weiter wachsen

Bürgermeister Harald Krille will weitermachen. Allein die Städtebauförderung sei ein spannendes Thema für die nächsten Jahre, meinte Krille Mittwoch im Gespräch.
Bürgermeister Harald Krille will weitermachen. Allein die Städtebauförderung sei ein spannendes Thema für die nächsten Jahre, meinte Krille Mittwoch im Gespräch.

Ortsentwicklung soll voran getrieben werden. Zehn Millionen Euro Förderung stehen in Aussicht.

shz.de von
03. März 2018, 09:00 Uhr

Trappenkamp | In den letzten Jahren haben Trappenkamps Ortspolitiker manche mutige Entscheidung für die Zukunft der Gemeinde getroffen. Das reicht von der millionenschweren Investition in das Schulzentrum mit Bildung einer eigenen Oberstufe bis zur Ausweisung von Neubaugebieten und Kooperationen, wie mit dem Landesverein für Innere Mission. 51 seniorengerechte Wohnungen sind in der neuen Wohnanlage mitten in Trappenkamp in der Gablonzer Straße entstanden. Im nächsten Schritt steht die Planung einer Pflegestation mit etwa 100 Plätzen auf der Agenda, kündigte Geschäftsführer Claus von See vor wenigen Tagen bei der Einweihung der Seniorenwohnanlage an.

Geht es nach dem Willen von Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille, soll die Ortsentwicklung auch nach der Kommunalwahl so fortgesetzt werden. Aktuell steht die energetische Sanierung der Grundschule im Schulzentrum mit einem Volumen von rund 450 000 Euro an, die mit 400 000 Euro vom Land gefördert wird. Außerdem soll der Baubeginn für den Feuerwehr-Neubau noch in diesem Jahr erfolgen. Hierfür hat die Gemeindevertretung in der vergangenen Woche auch dann grünes Licht gegeben, wenn es keine Fördergelder für den auf 3,3 Millionen geschätzten Bau geben sollte. Die Ursprungsplanung lag bei etwa 2,2 Millionen Euro.

Gute Nachrichten gab es für das Jugendzentrum. Der Rotsteinbau ist erhaltungswürdig und eine Sanierung damit lohnend. Das hat ein aktuelles Gutachten ergeben, freute sich Krille. Außerdem soll der Startschuss für das Städtebauförderprogramm erfolgen.

Trappenkamp darf für die nächsten zehn Jahre mit einer Förderung von 10 Millionen Euro rechnen. Dabei fallen fast 80 Prozent der Gemeindefläche in den Förderbereich. Vorstellbar seien hier etwa der Ankauf von Grundstücken zur Ortsentwicklung, eine Weiterentwicklung des Jugendzentrums zu einer Kunst-, Kultur- und Jugendbildungsstätte oder die Verlegung des ZOB an das Schulzentrum, um die Verkehrssituation hier weiter zu verbessern, meinte Krille.

Das sei allerdings noch Zukunftsmusik. Zunächst soll es einmal eine Bürgerbeteiligung und Gespräche in der Runde der Ortspolitiker geben. Viel Arbeit wartet damit auch nach der Wahl auf Trappenkamps Ortspolitiker, so Krille.

Für etwas Verwunderung hatte allerdings in der Sitzung ein Antrag der Trabi-Fraktion auf Wiedereinsetzung eines hauptamtlichen Bürgermeisters gesorgt. Das wäre theoretisch bei 5300 Einwohnern wieder möglich, mache aber wenig Sinn, meinte Krille. Die Zusammenarbeit mit Gemeindedezernent Werner Schultz funktioniere und habe sich als sinnvoll erwiesen.

Den Antrag hatte die Trabi-Fraktion bereits im Jahr 2016 einmal gestellt. Jetzt soll in der nächsten Gemeindevertretung noch einmal über den Antrag gesprochen werden.

Außerdem will die Sparkasse Südholstein vom Marktplatz in einen Containerstandort am Trappenkamper Famila-Marktplatz umziehen. Das Gebäude am Marktplatz könnte von der Gemeinde gekauft und zu einem Bürgerzentrum und einer kleinen Verwaltung für die Gemeinde entwickelt werden, kündigte Krille an.

Außerdem wurde nach Beschluss der Erweiterung des Feuerwehrvorstands um einen zweiten stellvertretenden Wehrführer Sven Karnatz für diesen Posten gewählt. Im Anschluss fand die Vereidigung von Wehrführer Marco Dorwo und seine beiden Stellvertreten Dirk Mierau und Sven Karnatz statt. Karnatz soll nach einer aktuellen Absprache in drei Jahren Marco Dorwo ablösen.

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