Polizeibericht : Transport ohne gültige Genehmigung wurde teuer

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Ein seltener Gefahrguttransport rief gestern die Autobahnpolizei auf den Plan.

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05. Oktober 2016, 08:30 Uhr

Neumünster | Ein seltener Gefahrguttransport rief gestern die Autobahnpolizei auf den Plan. Gegen 10.30 Uhr bemerkten Beamte vom Streifenwagen aus kurz vor der Abfahrt Neumünster-Nord einen Opel Omega, der Richtung Süden unterwegs und als Gefahrguttransport mit radioaktivem Material gekennzeichnet war. Sofort wurde der Wagen kontrolliert. Der Fahrer (49) war im Auftrag eines Transportunternehmens aus Hessen im Einsatz und transportierte zwei benutzte radioaktive Quellen aus der Krebstherapie aus zwei Kliniken in Schleswig-Holstein zurück zum Hersteller nach Frankreich. Das Fahrzeug unterlag damit dem Gefahrgutrecht: Allerdings fehlten ein Feuerlöscher, ein Unterlegkeil sowie ein Warnzeichen als Pflichtausstattung. Die Ladung war nicht ausreichend gegen Verrutschen gesichert. Laut Strahlenschutzverordnung war eine gesonderte Genehmigung erforderlich. Die vorgelegte Genehmigung war wegen einer fehlenden Sicherheitsüberprüfung des Fahrers außer Kraft gesetzt. Nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde wurde der Transport vorerst untersagt. Die Genehmigungsbehörde schickte einen zugelassenen Fahrer. Der 49-Jährige bekommt eine Geldbuße von 600 Euro. Die beteiligten Transportfirmen werden über die Genehmigungsbehörde belangt.

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