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IHK-Auszeichnung : Transcoject ist „Top-Ausbildungsbetrieb“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Industrie- und Handelskammer zu Kiel ehrt Hersteller von Medizinprodukten für seine Verdienste um die Lehrlingsausbildung

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 06:15 Uhr

Neumünster | Premiere bei der Firma Transcoject an der Rügenstraße 8: Der Hersteller von Medizinprodukten wie Einmalspritzen wurde gestern von der Industrie- und Handelskammer zu Kiel mit dem erstmals verliehenen Preis „Top-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet. IHK-Ehrenpräsident Dr. Fritz Süverkrüp überreichte die Urkunde und den gläsernen Pokal.

Süverkrüp nannte die Firma Transcoject einen Leuchtturm. Die Ausbildung habe hier nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ einen sehr hohen Stellenwert. Das Qualitätsbewusstsein bei der Ausbildung führe zu einer Erfolgsquote von 100 Prozent – alle haben ihren Abschluss geschafft.

Transcoject bildet in sieben technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen aus, hat zurzeit 17 Lehrlinge und bietet bei entsprechender Eignung auch Plätze im dualen System der Berufsakademie an. Bei einer Belegschaft von zurzeit 165 Mitarbeitern liegt die Ausbildungsquote also bei mehr als zehn Prozent. Das Unternehmen reagiert so seit Jahren schon auf die dramatisch veränderte Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. „Nicht mehr Ausbildungsplätze sind knapp, sondern geeignete Bewerber. Für vorhandene Arbeitsplätze finden wir zunehmend keine guten Fachkräfte mehr“, sagte Süverkrüp.

Für Dr. Christian von Falkenhausen, den Geschäftsführer von Transcoject, ist der Preis Auszeichnung und Ansporn zugleich. „Uns sind nicht nur rein schulische Leistungen wichtig, es muss auch menschlich passen“, sagte er. Besonders stolz ist Falkenhausen darauf, dass das Unternehmen in den vergangenen vier Jahren gleich fünf IHK-Jahrgangsbeste hervor gebracht hat. In der Regel übernimmt das Unternehmen die Hälfte seiner Auszubildenden.

Auch für einen Top-Ausbildungsbetrieb wie Transcoject wird es immer schwerer, „Jugendliche für eher unbekannte Ausbildungsberufe wie den des Verfahrensmechanikers begeistern zu können“, sagte die Leiterin der Personalentwicklung, Antje Blöcker: „Wir müssen hier ganz neue Wege gehen, etwa über das Internet.“ Die Ausbildungsleiterin bei Transcoject, Annegret Langkabel, bestätigte das: „Deswegen sind wir auch auf Berufsfindungsmessen und bieten Praktika und interne Workshops an.“

Für Hans Joachim Beckers, IHK-Bereichsleiter für Aus- und Weiterbildung, ist das der richtige Weg: „Die Ausbildung ist für die Betriebe das wichtigste Instrument zur Fachkräftesicherung. 2030 werden uns in Schleswig-Holstein 110000 Fachkräfte fehlen.“

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