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Hengstmarkt : Trakehner: Der erste Eindruck zählt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit der Pflastermusterung startete der viertägige Trakehner Hengstmarkt. 32 Junghengste gingen an den Start.

Neumünster | Dreieck statt Gerade, Sand und Späne als Ergänzung. Der Trakehner Hengstmarkt feiert zwar alljährlich die älteste Reitpferderasse der Welt, bleibt dabei aber immer offen für Neues – sowohl im Ablauf als auch in der Organisation. Gestern beschritt die Pflastermusterung, der erste Teil der Hengstprüfung, neue Wege – und zwar buchstäblich: Die Trabstrecke wurde auf ein Dreieck erweitert und die Pflasterung um einen Belag aus Sand und Spänen ergänzt.

„Ziel des neuen Parcours ist es, die Ausdrucksstärke der jungen Hengste optimal präsentieren zu können“, erklärte der Vorsitzende der Körkommission, Lars Gehrmann. Die vielen Gäste, die sich rund um den Parcours aufgestellt hatten, waren sehr gespannt: auf die neue Bahn, aber vor allem auf die 32 Junghengste. Einer nach dem anderen musste sich vor der Kommission aufstellen, sich im Schritt von den Punktrichtern wegbewegen, wenden, auf die Kommission zurück kommen, um dann seine Trabqualitäten auf dem sandigen Untergrund zur Schau zu stellen. Abschließend hieß es: Abgang im Schritt Richtung Innenhof.

„Für die jungen Hengste sind die streng vorgegebenen Abläufe sehr aufregend. Alles ist neu für sie: viele Menschen, neue Ställe, neue Gerüche. Da reagiert jedes Pferd anders“, sagte Helmar Bescht, Leiter der niedersächsischen Hengstprüfungsstation Schlieckau. Er besucht den Trakehner Hengstmarkt bereits seit Jahrzehnten, „vor allem wegen der tollen Atmosphäre. Die Veranstalter legen viel Wert auf Tradition, ohne sich Neuerungen zu verschließen“, sagte Bescht.

In diesem Jahr wird es besonders spannend für den Niedersachsen, denn mit „Karolus Magnus“ schickt der Ausbilder selbst einen Junghengst ins Rennen. Auch Heinrich Donatus, Landgraf von Hessen, konnte seine Aufregung vor der Pflastermusterung kaum verbergen. Der Leiter der Hessischen Hausstiftung ist in diesem Jahr wieder mit eigenen Pferden nach Neumünster zur Körung gereist und hofft nun natürlich auf eine Auszeichnung für seine Hengste. „Auf das Großereignis in Neumünster arbeitet man das ganze Jahr hin“, sagte der Landgraf von Hessen. „Wenn es dann soweit ist, steigt der Adrenalinspiegel in die Höhe. Für jeden Züchter und Pferdebesitzer geht es hier auch um große Investitionen“, sagte der studierte Betriebswirt. Erste Eindrücke bei der Pflastermusterung seien für die Körung entscheidend.

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erstellt am 16.Okt.2015 | 08:00 Uhr

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