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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 17:31 Uhr

Padenstedt : Trafohaus wird zum Blickfang

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Padenstedt, Brügge und Mühbrook wurden die tristen grauen Trafohäuschen besprüht. Der Einsatz der Künstler rechnet sich.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2013 | 10:00 Uhr

Rote Mohnblumen und ein springendes Mädchen zieren jetzt den einst mausgrauen Trafokasten an der Hauptstraße in Padenstedt. Drei Sprayer einer Firma aus Potsdam verschönerten das Häuschen am Donnerstag im Auftrag der Schleswig-Holstein Netz AG. „Super, sieht cool aus“, rief ein Schüler auf dem Fahrrad im Vorbeifahren mit erhobenen Daumen.

„So ein Lob hören wir sehr oft. Das Motiv mit den Mohnblumen und Kindern kommt sehr gut bei allen Altersgruppen an“, berichtete Mario Schuster, der für die farbliche Gestaltung der Trafos verantwortlich ist. Bisher hatten sich auf dem Padenstedter Trafohaus mehr oder weniger begabte Graffitikünstler mit wilden Schriftzügen verewigt. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass – wenn wir mit unserer Arbeit fertig sind – die Trafostationen bundesweit nur noch in Ausnahmefällen beschmiert werden“, berichtete Schuster.

Nach einem Voranstrich benötigt Mario Schuster mit seinen beiden Mitarbeitern Markus Ronge und Benjamin Braune rund fünf Stunden, um ein Motiv frei Hand mit Hilfe der Sprühdosen zu übertragen. Tage zuvor hatte das Trio seine Visitenkarten bereits in Brügge und Mühbrook hinterlassen. In Mühbrook sind Kühe auf einer Weide, ein Mädchen und das Gemeindewappen zu sehen. In Brügge zeigt das Trafohaus jetzt Handballer, Fußballer und Frisbeespieler.

„Das ist einfach toll. Klasse Farben. Besonders hübsch kommen die Blumen im Spiel der Farben zur Geltung“, schwärmte die Padenstedter Anwohnerin Irmgard Kröger, die zusammen mit ihrer Enkelin Michelle (15) die mit Atemschutzmasken ausgerüsteten Profis während der Arbeit mit reichlich Kaffee versorgten. „Das haben die sich wirklich verdient“, meinten beide. Nach Aussage von Marcus Grot, Kommunalberater der Schleswig-Holstein Netz AG, wird das Vorhaben immer mit den Vertretern der Städte und Kommunen abgesprochen. Sie entscheiden auch in enger Abstimmung mit der ausführenden Firma über das Farbbild. In den vier zurückliegenden Jahren war das im Land mehr als 300 Mal der Fall. In diesem Jahr wurden bereits 70 Trafostationen farblich aufgepeppt. „Der Künstlereinsatz rechnet sich für uns. Nicht eine einzige Station wurde nach der neuen Farbgebung übersprüht. Das erspart uns über die Jahre gleich mehrere Anstriche pro Station“, berichtete Grot auf Nachfrage.

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