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Heinz Lauenburger : Traditionelles Puppenspiel kommt gut an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Heinz Lauenburger und seine Familie setzen auf traditionelles Spiel mit aktuellen Geschichten. Rund 200 Auftritte im Jahr werden absolviert.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2016 | 08:30 Uhr

Neumünster | „Oh, guck’ mal, ein Kasper, der sieht ja echt aus!“ Nick Leon aus Wittorf war gestern einer der ersten Besucher der „Pettersson & Findus“-Aufführung der Lauenburger Puppenbühne auf dem Jugendspielplatz. „Ich bin so begeistert, ich habe selbst einen Kater als Handfigur, auch ein Rotkäppchen, einen Kasper und einen Seppl“, erklärte der Neunjährige voller Stolz. Er und Mattes (6) aus Einfeld durften den historischen „Hanswurst“, der etwa 190 Jahre alt ist, von ganz nahe betrachten.

„Wir haben etwa 300 Figuren, davon etwa 50 Figuren, die noch aus der Gründerzeit stammen, handgeschnitzte Marionetten“, erklärt Heinz Lauenburger. Der 38-Jährige, der in siebter Generation das Puppentheater führt, fing schon mit zwölf Jahren an, mitzuspielen („als Polizist“). Für ihn stand schon früh fest, dass er das Theater weiterführt: „Das Faszinierende ist, dass man die Kinder auch heute noch im Computerzeitalter begeistern kann.“ Natürlich müsse man mit der Zeit gehen, aktuelle Geschichten erzählen, aber was bleibt, sind die Beteiligung der Kinder („früher mehr als heute“) und die Themen – zum Beispiel Freundschaft wie beim aktuellen Stück. Bauer Pettersson lernt den Kater Findus kennen – und schätzen. Gespielt wird mit einem Mix aus Stabfiguren und Handpuppen. Rund 200 Auftritte geben die Puppenspieler in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen.

Die ganze Familie wird eingespannt: Seine Frau Angelique spielt ebenfalls mit, verkauft aber auch Popcorn und Getränke, macht die Kasse, hilft beim Auf- und Abbau. Das Reisen von Stadt zu Stadt ist für sie normal. Sohnemann Michael (7) sortiert hinter der Bühne die Puppen und würde auch schon gerne mitmachen. Er geht wie andere Kinder auch zur Schule – in Neumünster ist es bis Mittwoch die Gartenstadtschule. „Immer da, wo wir gerade sind, geht er zur Schule, er wird rechtzeitig vorher angemeldet. Früher war das anders“, sagt Vater Heinz. Auch heute und morgen findet eine Aufführung von Pettersson und Findus jeweils um 16.30 Uhr statt. Der Eintritt beträgt für Kinder 8 Euro, für Erwachsene 9 Euro. Karten gibt es eine halbe Stunde vor Beginn an der Tageskasse.

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