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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 07:11 Uhr

Aukrug : Tourismusverein bangt um die Existenz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Aukruger Ortspolitiker denken darüber nach, den jährlichen Zuschuss über 7500 Euro zu streichen. Der Vorsitzende des Tourismusvereins sieht dann keine Chancen mehr.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Droht dem Tourismusverein mit rund 50 Mitgliedern nach 40 Jahren das Aus? Diese Frage stellte sich am Donnerstagabend auf der Gemeindevertretersitzung in Aukrug. Grund für die Befürchtungen sind Pläne der Ortspolitiker, den jährlichen Zuschuss von rund 7500 Euro ab dem 1. Januar zu streichen. „Ja, das wäre praktisch das Ende. Denn dann bricht unser Jahresbudget von rund 10 000 Euro zusammen, weil der reine Mitgliederbeitrag zur Finanzierung unserer Vorhaben lediglich etwa 2200 Euro ausmacht“, erläuterte der Vereinsvorsitzende Gerd Looft-Böttiger empört.

Der Gemeinderat mit Bürgermeister Nils Kuhnke an der Spitze sieht das allerdings anders. „Überlegungen, dass der Zuschuss gestrichen werden könnte, ergaben die Beratungen in den Fachausschüssen. Darüber wurde offen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Neugründung des Projektes ‚Aukruger Marketing‘ diskutiert“, sagte Bürgermeister Kuhnke auf Nachfrage. Doch noch ist nach Aussage des Gemeindechefs nichts entschieden, weil die Verabschiedung des Haushaltsentwurfes für 2014 erst im Januar auf dem Programm steht. Dieser Tagesordnungspunkt wurde diesmal vertagt, weil über die Höhe eines Darlehens für die Erschließungsarbeiten des Bebauungsplanes „Haarkoppeln II“ noch abschließend zu beraten ist. Auch wenn der jährliche Zuschuss an den Tourismusverein auf Null geschraubt werden sollte, müsste sich nach Aussage des Bürgermeisters der Verein nicht auflösen. „Dann kann der Vorstand doch wie jeder andere Aukruger Verein auch für Projekte einen Zuschussantrag stellen“, so Kuhnke.

Zum gemeindlichen Vorhaben „Aukruger Marketing“ berichtete der Bürgermeister, dass angedacht ist, über eine noch zu besetzende Beschäftigungsstelle kommunale Angelegenheiten, wie zum Beispiel die Aukruger Internetseite oder die Entwicklung von örtlichen Zukunftsstrategien, zu regeln.

Beschlossen wurde dagegen eine Erhöhung der Abwassergrundgebühr ab dem 1. Januar von 3 auf 4,50 Euro monatlich. Darüber hinaus wurde die Regenwasserabgabe von 0,29 Euro auf 0,34 Euro pro Quadratmeter erhöht. Ausgenommen davon sind die Homfelder, die ein eigenes Klärwerk betreiben. Abgesegnet wurde auch der Plan, die Filteranlage und den Technikcontainer im Freibad mit einer Überdachung zu versehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 56 000 Euro.

Auf Antrag der Aukruger Interessengemeinschaft wird im kommenden Jahr auch ein Jugendrat eingeführt, der wie die Ortsbeiräte über Angelegenheiten berät und Empfehlungen an die Vertretung weiter gibt.

Einvernehmlich abgehakt wurde die Ersatzbeschaffung von Tragkraftspritzen für die Ortswehren in Böken und Bargfeld für zusammen rund 24 000 Euro. Mit den bereinigten Zahlen der ersten Nachtragshaushaltssatzung verfügt die Kommune zum Ende des Jahres über einen Rücklagenbestand von rund 330 000 Euro.


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