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Top-Personalie : Torsten Geerdts lotst Ralph Schmieder zum Roten Kreuz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ex-Sparkassenchef fängt im Oktober in Kiel an. Den Posten als Aufsichtsratschef im FEK gibt Schmieder dann ab.

Neumünster | Da waren die Wege kurz und direkt: Der ehemalige Vorstandschef der Sparkasse Südholstein, Ralph Schmieder, fängt am 1. Oktober als Vorstand für Finanzen und Operatives Geschäft beim Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Kiel an. Vorstandssprecher ist (und bleibt) Torsten Geerdts, ehemaliger Landtagspräsident aus Neumünster.

Als Geerdts hörte, dass Schmieder die Sparkasse verlässt, griff er zum Telefon. Man kannte sich aus der Arbeit im Verwaltungsrat der Sparkasse, in dem Geerdts einige Jahre für die Stadt Neumünster gesessen hat. „Wir kennen uns seit mehr als zehn Jahren. Unsere Zusammenarbeit in unterschiedlichen Gremien war stets vertrauensvoll und wertschätzend. Das ist eine gute Basis für ein gemeinsames Wirken. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Das passt!“, sagte Geerdts. Die Stelle des zweiten Vorstandsmitglieds war gerade vakant, und Geerdts schlug Schmieder dem DRK-Präsidium vor. Dort wurde er einstimmig gewählt. „Wir sind froh darüber und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, sagte DRK-Präsident Henning Kramer zum Courier.

Schmieder war fast 30 Jahre bei einem Arbeitgeber: 1985 begann er eine Lehre bei der Kreissparkasse (KSP) Pinneberg, die 2003 mit der KSP Segeberg und 2005 mit der Stadtsparkasse Neumünster zur Südholstein fusionierte. Schmieder war zuletzt verantwortlich für das Privatkundengeschäft, bis Ende 2013 sogar Vorstandsvorsitzender. Das Ende war unschön: Schmieder hatte trotz aller Probleme der Sparkasse das Vertrauen des Verwaltungsrates, der seine Vertragsverlängerung schon beschlossen hatte. Doch vor der Zustimmung der Zweckverbandsversammlung (eigentlich nur eine Formsache) wurde buchstäblich über Nacht ein erheblicher Druck von den übergeordneten Sparkassenverbänden aufgebaut, und Schmieder fiel plötzlich durch. Seit Ende April ist das Vertragsverhältnis beendet (der Courier berichtete).

Schmieder selbst hegt keinen Groll auf die Sparkasse und wünscht ihr „nur das Beste. Jetzt freue ich mich aber auf die neue Aufgabe“, sagte er gestern. Sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) will er Ende September schweren Herzens nach sechs Jahren niederlegen. „Es kann zu Interessenkollisionen kommen, weil das FEK und das DRK Berührungspunkte haben, zum Beispiel beim Blutspendedienst und im Krankenhaus Hahnknüll. Das möchte ich vermeiden“, sagte Schmieder.

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