Fußball-Landesliga Mitte / mit Video : Tor des Monats von Julien Huber beim SVT Neumünster

Riesenjubel beim SVT Neumünster nach dem herrlichen Treffer zum 3:2 durch Julien Huber (rechts). Mit dem Torschützen freuen sich sein Teamkollege Lukas Bente (von links), Betreuer Jens Mester, Trainer Thilo Becker und Co-Trainer Nils Voss.

Riesenjubel beim SVT Neumünster nach dem herrlichen Treffer zum 3:2 durch Julien Huber (rechts). Mit dem Torschützen freuen sich sein Teamkollege Lukas Bente (von links), Betreuer Jens Mester, Trainer Thilo Becker und Co-Trainer Nils Voss.

Der 23-Jährige trifft im Heimspiel gegen die SpVg Eidertal Molfsee aus 45 Metern.

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28. September 2020, 13:45 Uhr

Was für ein Treffer! Es war ein klassisches „Tor des Monats“, mit dem Julien Huber seinen SV Tungendorf in der 57. Minute des Fußball-Landesligaspiels gegen die SpVg Eidertal Molfsee mit 3:2 in Führung brachte. Nach einem Doppelpass mit Lars Brettschneider nahm der 23-Jährige aus 45 Metern und Rechtsaußenposition Maß und überwand Gästekeeper Tobias Dittmann mit einer wunderschönen Bogenlampe.

Huber ist ein Kandidat für das Aktuelle Sportstudio

„Klar, das Tor ist natürlich grundsätzlich super“, meinte Huber, „aber im ersten Moment ist mir durch den Kopf gegangen, dass wir mit 3:2 führen“. Der frühere Spieler der SVT-Ortsrivalen VfR und PSV Neumünster hat nach eigenem Bekunden noch nie ein vergleichbares Tor erzielt, „noch nicht einmal im Training“.

Zu 100 Prozent sei sein Erfolgserlebnis nicht gewollt gewesen. „Ich wollte den Ball lang nach vorne schlagen und hatte nicht erwartet, dass der sich da hinten reinsenken würde“, schmunzelte Huber. Der flinke Mann von der rechten Außenbahn hatte bereits bei seinem Treffer zum 1:0 davon profitiert, dass Eidertals Dittmann weit vor dem Gehäuse postiert war. Huber nutzte ein Missverständnis zwischen dem Schlussmann und dessen Verteidiger Luis Kronester.

Mittlerweile häufen sich beim Tungendorfer die Aufmunterungen von Freunden und Bekannten, er solle sich doch beim Aktuellen Sportstudio des ZDR bewerben, um dann im Torwandschießen gegen einen Prominenten antreten zu dürfen.

Trainer Becker aus dem Häuschen

„Geil“ entfuhr es SVT-Trainer Thilo Becker, als abzusehen war, dass die Kugel sich ins Molfseer Tor senken würde. „Das hat in doppelter Hinsicht Glücksgefühle ausgelöst“, verriet Becker. „Zum einen, weil es eine starke Reaktion auf Eidertals 2:2-Ausgleich nur drei Minuten vorher war. Zum anderen, weil mein Co-Trainer Nils Voss und ich uns eigentlich vorgenommen hatten, in der Halbzeitpause unsere Spieler darauf hinzuweisen, dass Dittmann häufig sehr weit vor seinem Tor steht. Das hatten wir dann jedoch vergessen und uns zu Beginn der zweiten Hälfte ganz schön darüber geärgert. Doch unsere Mannschaft hat das selbstständig erkannt und ja auch erfolgreich umgesetzt, was einen als Coach schon ganz schön stolz macht“, erklärte der 30-Jährige. Tungendorf gewann die kurzweilige Begegnung übrigens mit 4:3. Dreimaliger Torschütze für den SVT war – richtig – Julien Huber.

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