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Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 17:11 Uhr

Tolle Orchester, zu wenig Publikum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Preisträgerkonzert des Orchesterwettbewerbs von Hamburg und Schleswig-Holstein verloren sich nur etwa 150 Zuhörer im Theatersaal

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 13:09 Uhr

Drei außerordentlich talentierte Amateur-Orchester überzeugten am Sonntag im unverdient dünn besetzten Theater in der Stadthalle. Lediglich 150 Besucher genossen das Preisträgerkonzert des Orchesterwettbewerbs von Hamburg und Schleswig-Holstein. Die sogenannte Orchestrale fand am vorvergangenen Wochenende in Hamburg statt und wurde von den beiden Landesmusikräten veranstaltet.

Alle vier Jahre gibt es den Wettbewerb. Die Gewinner dürfen im kommenden Frühjahr am deutschen Orchesterwettbewerb in Ulm teilnehmen. „Wir möchten die Laienmusik stärken und einen Leistungsvergleich ermöglichen“, erklärte Rüdiger Grambow, Präsident des Landesmusikrats Hamburg.

Den Anfang des Konzerts machte das Blockflötenensemble Blockweise aus Ahrensburg. 25 Flötisten zwischen 30 und 80 Jahren überraschten mit einem Sound, den man der Blockflöte nicht zugetraut hätte. Zart tröpfelnd bis tief vibrierend arrangierten die Musiker den Varietätenreichtum ihrer Instrumente etwa bei Sylvia Rosins Stück „Raindrops“. Auch optisch war die Aufführung interessant: Die Blockflöte gibt es nämlich nicht nur in der Standard-Grundschulausführung, sondern von dem winzigen Garklein-Flötlein bis zur mannshohen Subbassblockflöte.

Danach legte die ausgezeichnete „mkg-Bigband“ (Großhansdorf)einen fetzigen Auftritt hin. Das großartige Blasorchester fand gesangliche Verstärkung etwa bei dem Welthit „Fly me to the moon“ oder bei Chick Coreas wildem Jazzstück „Spain“.

Ungezügelt auf hohem Niveau ging es weiter mit der Lola-Band (Hamburg). Fast jeder der 20 Musiker spielte ein anderes Instrument, und genau so abwechslungsreich war das Repertoire der wilden Weltmusiker. Mit Geige, Akkordeon, Cajon, Ukulele, Klarinette und Klavier gaben sie Polkas oder Klezmerstücke, Zigeunermusik oder Walzer aus allen Teilen der Welt zum Besten.

Helga Eichner aus Hamburg hatte ihren Ehemann begleitet, der in der Lola-Band spielt. Sie meinte über alle drei Orchester: „Die sind großartig. Kein Wunder, dass sie zum Bundesentscheid antreten.“

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