Töpferin versteckte Momente des Glücks

Kunst auf der Straße: Mit viel Eifer sammelten Besucher die „Glücksperlen“ auf, die Yuri Fukuoka zur Ausstellungseröffnung unter anderem im Fürsthof großzügig verteilt hatte. Auch den Kindern machte das Spaß.
Kunst auf der Straße: Mit viel Eifer sammelten Besucher die „Glücksperlen“ auf, die Yuri Fukuoka zur Ausstellungseröffnung unter anderem im Fürsthof großzügig verteilt hatte. Auch den Kindern machte das Spaß.

Die Stipendiaten Yuri Fukuoka und Rhiannon Ewing-James stellen in der Stadttöpferei ihre Werke aus

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28. September 2015, 10:48 Uhr

Die Stadttöpferei am Fürsthof lockt seit diesem Wochenende mit einer neuen Werkschau: Die beiden Stipendiaten Rhiannon Ewing-James (Dänemark/Nordirland) und Yuri Fukuoka (Japan) präsentieren ihre Arbeiten.

„Die beiden Künstler waren in den vergangenen vier Wochen sehr fleißig und ließen sich in verschiedener Weise von der Stadt inspirieren. Es war eine sehr intensive Zeit, in der viele Kontakte geknüpft wurden“, berichtete die Leiterin der Töpferei Danijela Pivaševi-Tenner den rund 30 Besuchern der Ausstellungseröffnung.

Die in Dänemark lebende Irin Rhiannon Ewing-James setzte sich während ihres Aufenthaltes in Neumünster mit der Tuchmacher-Geschichte der Stadt auseinander. Ihre Arbeiten aus Ton und Wolle beschäftigen sich mit der Frage: Was macht der Niedergang einer Industriekultur mit der Stadt und ihren Menschen?

Ihre Partnerin Yuri Fukuoka dagegen verwendete feineres Material für ihre Werke. Entstanden sind so zwei Reliefs aus filigranen Porzellanscheiben.

Die Japanerin lockte die Besucher darüber hinaus mit einer besonderen Performance auf die Straße und in die Stadt. An vielen Ecken hatte sie Porzellanmurmeln versteckt, die „das Glück des kleinen Moments“ symbolisieren sollen. Kein Wunder also, dass sich die Besucher die Gelegenheit nicht entgehen ließen, die Perlen fleißig aufzusammeln. Wer hat nicht gern ein Stück Glück in Tasche?

Die Arbeiten der Künstlerinnen sind noch bis Anfang November in der Stadttöpferei zu sehen. Anschließend ziehen hier Ewa Wesolowska (Polen) und Lena Buhrmann (Deutschland) als Gastkünstler ein.






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