Vor Gericht : Tod des Hundes Hannibal: Prozess beginnt

Weimaraner-Hund Hannibal wurde vor rund einem Jahr am Einfelder See erstochen.
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Weimaraner-Hund Hannibal wurde vor rund einem Jahr am Einfelder See erstochen.

Am kommenden Dienstag muss sich ein Neumünsteraner wegen einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz verantworten. Er soll den Hund Hannibal am Einfelder See erstochen haben.

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07. März 2014, 06:30 Uhr

Neumünster | Am kommenden Dienstag muss sich ein Neumünsteraner  ab 9 Uhr vor dem Amtsgericht wegen einer sogenannten Straftat nach dem Tierschutzgesetz  verantworten. Der 52-Jährige soll am Einfelder See den Weimaraner-Hund Hannibal erstochen haben (der Courier berichtete).

Der Tod des Hundes  hatte  vor gut einem Jahr  für große Betroffenheit  gesorgt.  Hannibals Besitzer Kai Müller  ist über den Verlust des Tieres immer noch nicht hinweg. „Er war für uns wie ein Familienmitglied“, erklärte er. Er  wird ebenso wie seine immer noch schockierte Mutter vor Gericht als  Zeuge aussagen.

Die 72-Jährige war am  14. Dezember 2012 mit dem Hund   ihres Sohnes am Einfelder See spazieren.  Hannibal war nicht angeleint, da die Frau fürchtete, bei der Glätte von dem Tier umgerissen zu werden. Als sie  an der Uferstraße einem Mann begegnete, der dort seinen Terrier an der Leine ausführte, entbrannte ein Streit um die Leinenpflicht. Wenig später war Hannibal tot – erstochen. Er starb auf dem Weg in die Tierklinik.

Laut Anklage soll der Beschuldigte an dem Freitagnachmittag „plötzlich ein mitgeführtes Messer gezogen und dieses dem Hund in den Rücken gestochen haben“.  Der Angeklagte, der einen Jagdschein besitzt, bestritt  nach dem Vorfall den Angriff auf das Tier.    Die Staatsanwaltschaft hatte Hannibal seinerzeit  sogar exhumieren lassen, um die Todesursache genau klären zu können. Laut Anklage soll die Obduktion des dreijährigen Hundes als Todesursache innere Blutungen ergeben haben – „hervorgerufen durch eine Messerstichverletzung im Bereich des Rückens“.

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