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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 12:52 Uhr

Titelgewinn geschafft, Mallorca kann kommen

vom

Fußball: Beim Meisterstück legte Noch-Verbandsligist Polizei-SV Union einen unbändigen Willen an den Tag / Kaderplanungen laufen

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Zugegeben: Dass Fußball-Verbandsligist Polizei-SV Union Neumünster als Meister der Süd-West-Staffel die Rückkehr in die Schleswig-Holstein-Liga schaffen würde, zeichnete sich schon seit geraumer Zeit deutlich ab. Es war also nicht besonders überraschend, dass die Nöhren-Elf den Titelgewinn am vergangenen Sonntag durch ein 3:2 beim FC Reher/Puls unter Dach und Fach brachte. Nur diese Gier, dieser unbedingte Wille, die Meisterschaft so schnell wie möglich perfekt zu machen, verblüffte. Denn der Sieg in Puls war alles andere als ein leichtes Unterfangen.

Nach "Ampelkarten" für Kai Siedschlag (40.) und Hasan Mercan (75.) musste der PSV die Endphase in zweifacher Unterzahl überstehen und sich der Angriffe der Steinburger erwehren. Die "Ordnungshüter" kämpften bis zum Umfallen. Kapitän Christian Scheinpflug musste gar entkräftet ausgewechselt werden.

Dabei hätten es die Grün-Weißen ob der komfortablen Tabellensituation eigentlich durchaus etwas gelassener angehen können. Doch so thronen die Grün-Weißen nun nach 23 Siegen und zwei Remis ungeschlagen an der Spitze und haben bei zwei weniger absolvierten Partien zehn Zähler Vorsprung. Doch PSV-Obmann Volker Bernaschek überraschte die Eile und Vehemenz in Sachen Titelgewinn keineswegs: "Nach der Saisonverlängerung auf den 1. Juni habe ich gleich zum Team gesagt, dass es nicht ginge, wenn wir im letzten Spiel gegen Schackendorf noch Punkte bräuchten. Schließlich wollen am 29. Mai immerhin 16 Spieler nach Mallorca fliegen. Außerdem sind die Jungs ehrgeizig und haben sich nun das Ziel gesetzt, ungeschlagen Meister zu werden." Bezüglich der Schackendorf-Partie am 1. Juni hat Bernaschek bereits bei den SVS-Verantwortlichen eine Verlegung auf den 28. Mai erbeten, jedoch noch keine Antwort erhalten.

Nach dem Abpfiff in Puls war die Freude bei den "Polizisten" jedenfalls so groß, als ob sie erst eben gerade und urplötzlich auf Platz eins gelandet wären: ausgiebige Humba-Gesänge, Pogo-Tänze sowie Wasser-, Bier- und Sektduschen. Die PSV-Delegation machte zunächst überhaupt keine Anstalten, Puls jemals zu verlassen. Der Busfahrer wurde kurzerhand losgeschickt, um von einer Tankstelle Eiswürfel für Longdrinks zu besorgen. Als dem Kreis Steinburg dann schließlich doch noch der Rücken gekehrt wurde, ging die Sause im Vereinsheim "Time Out" weiter.

Nach der Partie gegen den TSV Wankendorf am kommenden Sonnabend erfolgen die offizielle Meisterehrung und die Meisterfeier. "Aber ohne Autokorso", betont Bernaschek, der schon inmitten der Planungen für die kommende Spielzeit steckt. So stehen den bisherigen Abgängen Dennis Usadel (Heider SV), Thies Kalina (Vineta Audorf), André Eggers (wechselt in den Trainerstab), Nico Rantzsch (wird mit dem SV Boostedt in Verbindung gebracht) und Thorsten Schütt (beruflich nach Flensburg) die namhaften Zugänge Marinko Ruzic, Patrick Fürst und Mariusz Zmijak vom benachbarten Regionalligisten VfR sowie Ex-VfR-Keeper Morten Nagel (SV Halstenbek-Rellingen/Oberliga Hamburg) und Blerim Bara (TSV Gadeland) gegenüber. Auch wenn "Beppo" Bernaschek davon nichts wissen will: Mit dem dann vorhandenen Spielermaterial könnte die Elf von der Stettiner Straße gar ein Kandidat für die Spitzengruppe der SH-Liga sein.

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