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Katzen-Schau : Titel bringen wichtige Punkte für die Zucht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

170 edle Katzen traten am Wochenende zum Schönheitswettbewerb in den Holstenhallen an. 80 Züchter aus verschiedenen Bundesländern präsentierten ihre Tiere und hofften auf Pokale.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 14:30 Uhr

Neumünster | Schnurrig und auf samtigen Pfoten kommen alle Katzen daher. Doch was dem einen seine Maine Coon oder Heilige Birma ist dem anderen sein Perser oder Highlander. Zur Internationalen Katzen-Ausstellung, die am Wochenende in den Holstenhallen stattfand, waren rund 80 Züchter unter anderem aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Berlin angereist, um ihre Schönsten zu küren. Ebenso nutzen mehrere Hundert Besucher wieder die Gelegenheit, sich die Vielfalt der 170 edlen Stubentiger in Ruhe auszuschauen oder über die Eigenarten ihrer Schönheiten zu fachsimpeln.

Die fünf Richterinnen und Richter aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Spanien und Russland hatten dagegen kaum eine Pause. Denn die Liste der Bewerber war lang, und jedes Tier wurde genauestens begutachtet. „Wir unterscheiden Rasse und Geschlecht. Beurteilt werden Farbe und Körperbau aber auch der Charakter“, erläuterte die französische Richterin Karine Zielinski am Beispiel des Bengalen-Katers „Chumani vom Hokland“, der ihr vom Daldorfer Züchterpaar Christiane und Reiner Wöbke präsentiert wurde. „Wir haben zuhause jetzt zehn Tiere. Wenn man diese Katzen einmal für sich entdeckt hat, ist das wie ein Virus“, berichteten die beiden schmunzelnd.

Über den Titel „Schönster seiner Rasse“ für ihren Somali-Kater „Amiiki“ freuten sich Barbara Willrodt und Mario Schulz. „Auf den Pokal kommt es uns nicht so an. Aber der Titel bringt uns Punkte, und das ist wichtig für die Zucht“, erklärten die Einfelder. Die beiden überzeugten „Katzenmenschen“ züchten außerdem Abessinier, die den passenden Namen „vom Dosenmoor“ tragen. „Eingetragene Züchter sind wir erst seit 2013. Aber Katzen aus dem Tierheim oder Findelkinder aus ungewollten Würfen hatten wir beide schon immer. Doch irgendwann möchte man auch einmal seine Wunschkatze haben. Und die Somali sind lieb, intelligent und anhänglich, fast wie kleine Hunde“, erzählten sie begeistert.

Besonders viel Aufmerksamkeit, da diese Rasse nahezu haarlos und eher selten zu sehen ist, erfuhr die Kanadische Sphinx-Katze von Mirre Jensen aus Münsterdorf. „Ich fand Nacktkatzen immer hässlich – bis ich einmal eine auf dem Arm hatte und sie mich mit ihren riesigen Augen ansah. Seitdem bin ich der Sphinx verfallen“, musste die Besitzerin wohl viele Male den staunenden Besuchern erzählen.

Zufrieden mit dem Verlauf der Ausstellung zeigte sich gestern Doris Jäger, Vorsitzende des ausrichtenden Delicat-Vereins für deutsche Edel- und Liebhaberkatzen. „Seit 2009 sind wir hier und werden es auch bleiben. Denn die Holstenhallen sind einfach ein idealer Standort“, erklärte sie.

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