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Nortorf : Timmasper überzeugten mit ihrem Spiel

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim ersten plattdeutschen Theater-Wettstreit, dem „Nordörper Löw“, amüsierten sich 170 Zuschauer vier Stunden lang.

Nortorf | Zum ersten Theater-Wettstreit im Nortorfer Land waren drei Plattdeutsche Laienspielgruppen angetreten und fast 170 Zuschauer waren am Sonntag in die Aula der Gemeinschaftsschule Nortorf gekommen, um sich durch die Spieler begeistern zu lassen. Auf die Beine gestellt hatte die Veranstaltung „Nordörper Löw“ der Lions-Club Nortorf. Als Sieger nach diesem Theater-Marathon gingen die Timmasper Schauspieler von der Bühne.

„Die Idee trug ich schon länger mit mir herum“, erläuterte der Vorsitzende Ingo Hagen zu Beginn. „Und nun ist es endlich so weit, ich bin überzeugt, es wird ein toller Nachmittag.“ Die Eintrittsgelder kommen einem gutem Zweck zugute, und so können sich die Grund- und weiterführenden Schulen im Amt Nortorfer Land auf Unterstützung freuen, die der Lions-Club in seinen Projekten „Klasse 2000“ und „Lions-Quest“ verfolgt.

Angetreten waren die Spieler aus Gnutz, Timmaspe und Groß Vollstedt und hatten jeweils ein schönes Stück im Gepäck, in der Reihenfolge „Marlies wart thämt“, „Dat Speel um Jupiter“ und „Nachts sünd alle Katten grau“. Die Jury bildeten Renate Boje als Plattdeutsch-Expertin, Hans Helmut Köppe, Öllermann der Nordörper Volksgill, und Jürgen Gissel, Leiter des Kleinstadt-Theaters Nortorf. Das Publikum konnte mit Tennisbällen, die in Röhren abgelegt wurden, ihren Liebling küren.

Und so spielten sie, was das Zeug hielt und stürzten die Zuschauer von einer Lachsalve in die andere. Da galt es, eine herrische Ehefrau zu bändigen, die Verwechslung eines Heiratskandidaten mit einem Zuchtbullen aufzuklären oder auch noch zu Omas Lebzeiten deren habgierige Erben aufzuhalten, was so manchem die Lachtränen in die Augen trieb.

Die fast viereinhalb Stunden Dauer des Theaternachmittags erforderten zwar ordentlich Sitzfleisch, das konnte die Stimmung jedoch nicht trüben. „Ich finde es toll. Das habe ich mir schon lange gewünscht, einmal die Bühnen nebeneinander zu sehen“, meinte eine Zuschauerin.

Mit Spannung wurde die Preisverleihung erwartet. Jede Gruppe erhielt einen Stoff-Löwen. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, so Gissel. „Alle haben gut gespielt und ihr Bestes gegeben.“ Und so konnte Ingo Hagen dann verkünden: „Auf dem 1. Platz Timmaspe, gefolgt von Groß Vollstedt und Gnutz.“

Ob es eine Wiederholung geben wird, steht noch nicht fest, aber darauf hoffen nun alle.

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erstellt am 31.Mär.2015 | 09:00 Uhr

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