Protest gegen Eisbären-Transport : Tierpark-Chefin weist Kritik zurück

Die zoologische Leiterin des Tierparks, Verena Kaspari, zeigt die Box, in der Eisbär Kap aus seinem Gehege (im Hintergrund) nach Karlsruhe transportiert werden soll.
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Die zoologische Leiterin des Tierparks, Verena Kaspari, zeigt die Box, in der Eisbär Kap aus seinem Gehege (im Hintergrund) nach Karlsruhe transportiert werden soll.

Verena Kaspari sieht keine Probleme beim Umzug von Kap nach Karlsruhe

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05. März 2017, 12:00 Uhr

Neumünster | Der noch vor Ostern geplante Umzug von Eisbär Kap (16) nach Karlsruhe und der Transport der Eisbären Vitus (16) und Larissa (26) von dort nach Neumünster (der Courier berichtete) hat zu Protest der Organisation „Endzoo“ geführt. Die Kritik: Die Tiere würden unnötig erheblichem Stress ausgesetzt. Das wies die zoologische Leiterin Verena Kaspari gestern zurück.

„Wir kontrollieren regelmäßig den Hormonhaushalt von Kap. Der Umzug der Eisbären ist sinnvoll und vom Europäischen Zuchtbuch genehmigt und kontrolliert“, erklärte die Tierpark-Chefin. In Karlsruhe soll Kap mit der neuen Partnerin Nika Nachwuchs zur Arterhaltung zeugen. Die beiden Bären stammen aus unterschiedlichen Blutlinien. Der Inzucht-Faktor ist daher sehr gering.

Der Transport von Kap erfolgt in einer 1,20 mal 2,50 Meter großen und mit Stroh und Spänen ausgelegten Box auf einem klimatisierten Laster einer Spezial-Firma, die die Tierpark-Chefin seit Jahrzehnten kennt. Der große grüne Behälter steht bereits im Tierpark und wird nun im Eisbärgehege befestigt. Verena Kaspari: „Wir trainieren dann, dass Kap dort freiwillig hineingeht. Er soll nämlich möglichst wie Vitus und Larissa während des Umzugs nicht in Narkose versetzt werden.“ Wann der Umzug genau erfolgt, ist aus Sicherheitsgründen geheim. Damit keiner etwas mitbekommt, wird um die Zäune am Gehege jetzt ein Sichtschutz angebracht.

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