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Gross Kummerfeld : THW-Hundestaffel übte für den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Helfer-Team spürte im Kleinkummerfelder Forst vermisste Personen auf. Wälder, Abrissgebäude oder Industrieanlagen dienen als Trainingsorte.

Gross Kummerfeld | Wenn Tanja Focher (41) mit ihrer Hündin Alfa in den Wald geht, dann nicht nur zum Spaß. Die Neumünsteranerin gehört zur Rettungshundestaffel des Technischen Hilfswerks (THW) Neumünster. Ständiges Training ist also Pflicht. Geübt wurde jetzt, gemeinsam mit vier weiteren Kollegen aus Kiel, Bad Bramstedt und von Sylt am alten Waldhof im Wald bei Kleinkummerfeld.

Kreuz und quer durch das Unterholz ging es dabei für Mensch und Tier. Das war kein Zuckerlecken. Doch als Rettungshundeführer darf man nicht zimperlich sein. „Es geht darum, den Hunden möglichst realistische Situationen zu bieten. Die Suche gilt dabei Personen. Bei den Übungen wechseln wir uns mit dem Verstecken ab. Belohnt wird der erfolgreiche Abschluss dann mit Leckerlies“, erklärte Tanja Focher. „Wir sind immer auf der Suche nach unterschiedlichen Geländen, um die Hunde zu schulen. Dazu gehören Waldstücke, aber auch Abrissgebäude oder Industrieanlagen“, ergänzte dazu Fenja Harrs (23) aus Kiel.

Zum Einsatz kommen die vierbeinigen Helfer vor allem bei der Suche nach vermissten, oft dementen Personen und bei Selbstmord-Androhungen. Aber auch in den Trümmern von Gebäuden, wie zum Beispiel nach der Gasexplosion in Itzehoe oder beim Elbhochwasser sind die ausgebildeten Spürnasen und ihre menschlichen Partner gefragt. „Wir hier aus Neumünster werden durchschnittlich 20 Mal im Jahr angefordert. Dafür trainieren wir zwei Mal die Woche“, berichtete Sabine Sell (44), die ebenfalls zur neunköpfigen Staffel gehört.

Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert rund zwei Jahre. Für den Einsatz muss schließlich eine Prüfung abgelegt werden, die alle drei Jahre neu bestanden werden muss. Zudem werden die Hunde jedes Jahr einer allgemeinen Einsatzprüfung unterzogen.

Für die Hundeführer umfasst das ehrenamtliche Engagement beim THW den Wunsch zu helfen und das Freizeitvergnügen, mit einem Hund sowie mit Gleichgesinnten zu arbeiten. „Wir wollen unsere Freizeit sinnvoll verbringen und Gutes tun“, brachte es Tanja Focher auf den Punkt.

Interessierte, die ein passendes Gelände zur Verfügung stellen möchten oder sich für die Mitarbeit in der Rettungshundestaffel interessieren, können sich unter sabine.schilling@gmx.de melden.

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