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Modenschau : Theodor-Litt-Schüler gingen mit fair gehandelter Kleidung auf den Laufsteg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach der Präsentation konnten die Besuchern stöbern.

Neumünster | Mit Chic und Charme präsentierte der 13. Jahrgang der Theodor-Litt-Schule am Freitagabend rund 100 Besuchern eine Modenschau für fair gehandelte Kleidung auf dem Laufsteg im Museum Tuch  +  Technik.

Unter dem Titel „Schön und fair – geht doch!“ zeigten zehn junge Leute, dass Mode, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurde, alles andere als langweilig daherkommen muss. Und der lautstarke Applaus am Ende der Vorführung zeugte davon, dass sowohl die Jacken, Kleider, Hosen und Pullover als auch ihre Träger beim Publikum gut ankamen.

Die Schau, die zum zweiten Mal vom Kirchenkreis Altholstein, dem Frauenwerk und dem Museum organisiert wurde, gab jedoch nicht nur einen Einblick in die Sortimente der Hersteller. Moderiert von den Organisatorinnen Silke Leng (Kirchenkreis Altholstein), Katharina Wittkugel-Firrincieli (Frauenwerk Altholstein) und Karin Ruhmöller (Museum Tuch  +  Technik) erhielten die Zuschauer auch Informationen über die oft menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Ländern wie Bangladesch, Thailand oder auf den Philippinen.

„Für die Wirtschaft gibt es seit Jahrzehnten internationale Abkommen, aber für die Einhaltung der Menschenrechte ist das bis heute nicht gelungen“, erklärte Silke Leng. Deshalb sei nach wie vor das sensibilisierte Kaufverhalten der Kunden gefordert, um die Situation für die Arbeiterinnen in den Herstellerländern zu verbessern. „Fragen Sie beim Kauf eines T-Shirts nach dessen Herkunft. Und überlegen Sie, ob Sie das Teil wirklich brauchen“, lautete Silke Lengs Appell, dem sie ein Zitat der extravaganten, britischen Modeschöpferin Vivian Westwood (Jg. 1941) voraus schickte: „Kaufe weniger, kaufe weise, trage es lange.“

Im Anschluss an die Modenschau hatten die Besucher wieder Gelegenheit, selbst an den Ständern zu stöbern. Diese Chance nutzten unter anderem auch die Kielerin Lena Neumann (26) und ihre Mutter Ulrike (51) aus Timmaspe. „Die meisten Hersteller habe ich nicht gekannt. Aber mich interessiert das Thema, und viele Sachen gefallen mir richtig gut. Aber es gibt nur wenige Läden, die faire Mode führen. Deshalb kaufe ich viel im Internet“, erzählte Lena Neumann.

Weitere Informationen zu Umwelt- und Sozialsiegeln finden Interessierte unter anderem unter www.siegelklarheit.de.  

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