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Integrationsangebote : Theater, Film und Hip Hop sollen Flüchtlingen beim Deutschlernen helfen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Kulturbüro und die drei berufsbildenden Schulen haben kulturelle Angebote für Flüchtlinge organisiert.

von
erstellt am 15.Okt.2015 | 13:00 Uhr

Neumünster | Die Integration von Flüchtlingen gehört zu den größten Aufgaben, die die Stadt in den kommenden Jahren zu bewältigen hat. Um dieses Ziel voranzutreiben, hat sich das Kulturbüro mit den drei berufsbildenden Schulen der Stadt zusammengeschlossen und verschiedene Angebote zur Sprachförderung entwickelt. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes.

Rund 150 Schüler, die an der Walther-Lehmkuhl-Schule, der Theodor-Litt-Schule und der Elly-Heuss-Knapp-Schule den Unterricht Deutsch als Zweitsprache (Daz) besuchen, durften sich gestern bei einem Schnuppertag bereits einen ersten Eindruck von den Angeboten verschaffen. „Nach den Herbstferien starten wir dann mit den langfristigen Kursen, die bis Februar nächsten Jahres laufen werden“, erklärte Agnes Trenka vom Kulturbüro.

Zur Auswahl stehen fünf Angebote, darunter „Rhythmik und Percussion“, „Theater“, „Hip Hop“ sowie ein Film- und ein Radio-Kursus. Besonders gefragt ist laut Agnes Trenka das Angebot „Rhythmik und Percussion“. „Die Sprachbarriere ist in dieser Gruppe sehr gering, so dass auch Schüler ohne Deutschkenntnisse teilnehmen können. Der Dozent setzt in dem Kursus zudem zahlreiche exotische Trommelinstrumente ein, die viele Teilnehmer aus ihrer Heimat kennen werden“, sagt die Leiterin des Kulturbüros.

Frank Feigel, stellvertretender Schulleiter der Elly-Heuss-Knapp-Schule, freut sich besonders darüber, dass nicht nur Daz-Schüler an dem Projekt teilnehmen: „Es sind auch Schüler aus den Berufseingangsklassen dabei, so dass wir gemischte Gruppen bilden können. Wenn deutsche Schüler mit Migranten zusammengebracht werden, erleichtert das das Deutschlernen.“

Auch Marlies Kozielski-Nuske von der Walther-Lehmkuhl-Schule ist von dem Projekt begeistert: „Das Schöne ist, dass wir für alle Schüler etwas im Angebot haben, egal, auf welchem Level sie sind. “

Dozent Olaf Plotz war nach den ersten zwei Stunden des Schnuppertags zufrieden mit seinen jungen Schülern: „Es gab ein paar Teilnehmer, die am Anfang ein wenig gehemmt waren, aber ich habe es schnell geschafft, ihnen die Ängste zu nehmen. Durch das Trommeln und die Bewegung werden Energie und Lebensfreude erzeugt, und das macht einfach Spaß.“

 

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