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Webermarkt : Textile Kostbarkeiten und alte Maschinen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 2000 Gäste besuchten den Webermarkt im Museum Tuch+Technik. 29 Aussteller zeigten ihre handwerkliche Professionalität.

Neumünster | Der Webermarkt im Museum Tuch+Technik war auch in seiner achten Auflage eine sehr beliebte Veranstaltung. Knapp 2000 Besucher bummelten am Wochenende durch die beiden Stockwerke des Hauses am Kleinflecken und ließen sich in der besonderen Atmosphäre von den textilen Kostbarkeiten der insgesamt 29 Aussteller inspirieren.

„Wir legen höchsten Wert auf handwerkliche Professionalität und Qualität, so dass hier nur hochwertige Produkte zu finden sind“, erklärte Karin Ruhmöller, stellvertretende Museumsleiterin. Im vielfältigen Angebot fand sich alles, was entweder aus Textil, also Fasern, besteht oder in textiler Technik hergestellt wurde. Da gab es zarte Armstulpen und wärmende Ponchos, raffinierte Dekoartikel aus Filz, edle Seidenschals, exklusive Kleider, elegante Accessoires oder Aufsehen erregende Kopfbedeckungen – das Angebot war breit, und die Unikate waren allesamt kunstvoll in Handarbeit hergestellt.

„Der Markt ist einzigartig! Ich freue mich, dass so viele Menschen kreativ tätig sind“, bemerkte Gisela Duske (78), Besucherin aus Neumünster. Sie ist selbst begeisterte Handarbeiterin und häkelt am liebsten Mützen, die sie oft kranken Kindern spendet. „Ich habe Deko-Knöpfe gekauft, die aus australischen Früchten hergestellt sind. Damit verziere ich mir ein schönes Sonntagshütchen“, meinte sie.

„Das ist hier ein wirklich schön gewählter Ort, und für uns Aussteller ist es ganz großartig organisiert. Die Modenschau am Freitagabend gefiel mir sehr, und das Publikum ist durchweg angenehm und interessiert“, freute sich Julia Hühne-Simon (49) aus Kaltenkirchen, die bereits zum dritten Mal beim Markt ihre Ware anbot. Die Ausstellerin Rosemarie Bühler war dagegen zum ersten Mal dabei und extra aus Bornheim in der Nähe von Köln angereist. Die ehemalige Kunstlehrerin war bereits am Sonnabendnachmittag zufrieden: „Es läuft gut. Der Ort zwischen den Exponaten ist sehr gut gewählt.“

Auch die Besucher schätzten die Atmosphäre, die von den historischen Web-und Spinnmaschinen der Dauerausstellung ausging. Alle zwei Stunden ratterten die riesigen Maschinen vor vielen neugierigen Besuchern los. „Wir sind zum ersten Mal hier, und es gefällt uns ausgezeichnet“, meinten Vera und Günter Ratje aus Aukrug. Interessiert sah das Ehepaar zu, als Museumsmitarbeiterin Anja Gottschalk eine Spinnmaschine von 1934 vorgeführte.

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