Testlauf: Licht-Animationen auf dem alten Schlauchturm liefen schon gut

Martin Fischbock ist Mitentwickler des Systems „Edge“, das die Projektion auf den Schlauchturm (Silhouette im Hintergrund) ermöglicht. Die Animation stellt er kinderleicht per App auf seinem Tablet-Computer ein.
Martin Fischbock ist Mitentwickler des Systems „Edge“, das die Projektion auf den Schlauchturm (Silhouette im Hintergrund) ermöglicht. Die Animation stellt er kinderleicht per App auf seinem Tablet-Computer ein.

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11. Mai 2015, 12:29 Uhr

Der 40 Meter hohe, denkmalgeschützte Schlauchturm der alten Feuerwache an der Wittorfer Straße wird ab Sommer dieses Jahres mit verschiedenen Licht-Animationen bespielt (der Courier berichtete). Am späten Donnerstagabend gab es einen ersten Testlauf des so genannten „Projection Mappings“.

Wobau-Geschäftsführer Uwe Honsberg war vollends überzeugt. „Das sieht klasse aus“, staunte er mit Blick auf den Turm. Projiziert wird die Lichtshow von einem Hochleistungs-Beamer mit 10 000 ANSI-Lumen (Einheit für Helligkeit), der auf dem Flachdach der ehemaligen Fahrzeughalle der Berufsfeuerwehr zur Schützenstraße hin installiert wurde. Zum Vergleich: das bereits sehr helle Xenon-Licht hat gerade mal 1500 ANSI-Lumen.

Ein mehrfach preisgekröntes System namens „Edge“ macht es nun möglich, dass ein Beamer zwei Seiten des Turms bespielen kann. „Wir müssen noch zwei bis drei Monate daran arbeiten, damit es wirklich stabil läuft“, sagte Fischbock, der gerade seinen Master in Elektrotechnik abgeschlossen hat. Das System hat er mit Wirtschaftsingenieur Kay Sörnsen und Industrie-Designer Jonas Häutle entwickelt und das Unternehmen „Light Instruments“ in Kiel gegründet. „Die Idee dazu kam, weil ich schon viel ‚Projection Mapping‘ gemacht habe, aber bislang immer unzufrieden mit den Systemen war“, verriet Martin Fischbock. Sein neues System ist nun sehr gefragt, etwa in Clubs oder Cafés. Wobau-Chef Honsberg ist sich jedenfalls sicher: „Das wird eine neue Attraktion für Neumünster. Bereits beim Testlauf stoppten einige Rad- und Autofahrer, um genauer hinzusehen. Mit dem Einzug der Wobau in die alte Feuerwache im Sommer sollen Soft- und Hardware wetter- und diebstahlgeschützt auf dem Flachdach installiert sein.


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