Osterjazz : „Tenor Steps“ versprühten Lebensfreude

Ob Blues, Bossa Nova oder Walzer: Stephan Glaubitz (von links), Sara Gallitz und Michael Außerbauer überzeugten das Publikum im Restaurant der Holstenhallen.
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Ob Blues, Bossa Nova oder Walzer: Stephan Glaubitz (von links), Sara Gallitz und Michael Außerbauer überzeugten das Publikum im Restaurant der Holstenhallen.

Auf Einladung des Jazzclubs spielte die bayrische Band am Ostersonntag vor 100 Zuhörern im Restaurant der Holstenhallen.

shz.de von
19. April 2017, 10:00 Uhr

Neumünster | Emotion, Musikalität und Lebensfreude pur: Mit den „Tenor Steps“ gastierten am Sonntag fünf exzellente Musiker im Restaurant der Holstenhallen, die mit Charme, Groove, Eleganz und guter Laune rund 100 Gäste begeisterten. Auf Einladung des Jazzclubs präsentierte die Band aus Bayern eine ungewöhnliche musikalische Bandbreite in erfrischender Qualität.

Gleich zwei tolle Front-Musiker, Sara Gallitz und Michael Außerbauer (beide Saxofon), standen auf der Bühne und reizten ihre Instrumente bis zum Äußersten aus. Sara Gallitz, die portugiesische Wurzeln hat, spielte scheinbar unaufgeregt ein mitreißendes Verve und einen satten Ton. Ihr Partner stand ihr in nichts nach. Beide überzeugten auch als Vokalisten. Außerbauer röhrte bei „Get It“, dem Titelsong der letzten CD, einen klassischen Rock`Roll.

Absolut still war es in Saal, als Sara Gallitz einen Fado (portugiesischer Musikstil) über die Sorgen einer Torero-Ehefrau sang, Danach brach großer Applaus los. Begonnen hatte die Band mit dem banalen Titel „All so simple“, um anschließend mit „Big Ben“ eine Rakete zu zünden, die die Gäste begeisterte. Bei „Spring Explosion“, einem Frühlingslied, konnte Pianist Dieter Knirsch seine romantische Art präsentieren, ein brillanter Techniker mit persönlichem Stil. Einfach klasse, wie er sich bei „Piece of Glasses“ mit Sara Gallitz ein unglaubliches musikalisches Duell lieferte.

Stephan Glaubitz am Bass zeichnet sich mit federleichten und swingenden Groove aus. Genau wie Drummer Ralph Ausserbauer glänzte er mit gekonnten Soli. Beide konnten sich aber auch zurücknehmen, um so das Front-Duo zu unterstützen. Die Fans staunten nicht schlecht, als nach der Pause mit „That old Song“ als „eine Reminiszenz an die gute alte Zeit“ ein Walzer zu hören war.

Bevor Michael Außerbauer mit seinem Saxofon durch die Zuschauerränge spazierte, ließ er noch einmal bei „Hot’n’ Heavy“ seine Rockerstimme erklingen. Das sorgte für Begeisterung bei den Besuchern.

Die „Tenor Steps“ spielten fast ausschließlich eigene Songs, die aus der Feder von Michael Außerbauer und Sara Gallitz stammten. Insgesamt war es ein abwechslungsreiches Konzert, bei dem die Fans mit ihrem lang anhaltenden und rhythmischen Applaus mehrere Zugaben erzwangen.

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