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Eichhof : Tauras: „Mehrere Zusagen sind geplatzt“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der OB weist Vorwürfe zurück, die Stadt sei gegenüber der Firma Log4Real unfair gewesen.

von
erstellt am 09.Feb.2017 | 08:08 Uhr

Neumünster | Die Bauplanung des Projektentwicklers Log4Real ist so tot wie kein zweites Projekt in Neumünster. Dieser Eindruck ergibt sich aus Äußerungen von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras zu dem Fall und zu den Vorwürfen des Unternehmens gegen die Stadt. „Von Unfairness von unserer Seite kann überhaupt nicht die Rede sein, eher ist das Gegenteil der Fall. Die angedrohten rechtlichen Schritte erwarten wir mit großer Gelassenheit“, sagte Tauras gestern zum Courier.

Log4Real-Chef Christian Bischoff hatte die Stadtverwaltung für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich gemacht und schwere Vorwürfe erhoben, von einem „unfairen Umgang“ gesprochen und mit Klage gedroht. Log4Real wollte ein gut 18 Hektar großes Grundstück im Industriegebiet Eichhof kaufen, ein Logistikzentrum bauen und vermieten. Die Gespräche hatte Tauras am Montag abrupt beendet. Bischoff sprach daraufhin von einem Vertrauensbruch durch den OB; der habe nämlich mit den angeblichen Mietinteressenten gesprochen (der Courier berichtete).

Tauras bestätigt das. „Ja, ich habe alle Firmen angerufen, die Log4Real uns als sichere Mieter oder solche mit großem Interesse genannt hat. Wir hatten in einer Sitzung am 31. Januar vereinbart, dass ich das tun darf. Natürlich habe ich diese ,Zusagen’ alle überprüft, das ist nämlich mein Job“, sagte er zum Courier. Leider seien bei diesen Anrufen mehrere Zusagen geplatzt. „Damit waren mehrere Bedingungen, die die Ratsversammlung gestellt hatte, zum vereinbarten Termin nicht erfüllt worden. Ich musste die Gespräche beenden“, so Tauras. Die Kommunalpolitiker hatten ihm dafür (wie berichtet) ausdrücklich den Rücken gestärkt.

Log4Real sollte (unter anderem) bis 31. Januar die Finanzierung für das Projekt nachweisen und verbindliche Absichtserklärungen von zwei Mietern für zusammen 70 000 Quadratmeter Mietfläche vorlegen.

Nach Courier-Informationen kamen aber nur Nachweise für etwa 45 000 Quadratmeter dabei heraus. Auch die Zahl der zugesagten Arbeitsplätze soll bei weitem nicht erreicht worden sein.

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