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12. Dezember 2017 | 15:19 Uhr

Fußball-Regionalliga : Tatenlosigkeit beim VfR

vom

Rasensport-Defensive beim 1:4 auswärts gegen St. Pauli II nur in der Zuschauerrolle.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 08:00 Uhr

Hamburg | Mit der dritten Niederlage in Folge (das 2:4 im Pflicht-Freundschaftsspiel beim FC Oberneuland eingeschlossen) beendete der VfR Neumünster die Fußball-Regionalligasaison 12/13. Gleich mit 1:4 (1:1) verlor Rasensport beim FC St. Pauli II, der zuvor nur einen Punkt aus fünf Partien geholt hatte. Dennoch überwog im Gästelager nach dem Abpfiff des nicht überzeugenden Referees Sven Binder die Freude. Schließlich verteidigte Lila-Weiß seinen vor der Serie nie und nimmer für möglich gehaltenen sechsten Platz und ist somit der beste der immerhin acht Aufsteiger seiner Spielklasse.

VfR-Trainer Ervin Lamce änderte seine Formation gegenüber dem Auftritt in Oberneuland auf zwei Positionen: Für den in Bremen verletzt ausgeschiedenen Daniel Michalowski (Bänderriss) verteidigte André Bock auf links, in zentraler Position agierte - in seinem 413. und letzten Meisterschaftsspiel für Rasensport - der zum Nachbarn Polizei-SV Union wechselnde Marinko Ruzic. Für den 35-Jährigen musste Abdul Yilmaz weichen, der jedoch noch vor dem Wechsel hereingenommen wurde, nachdem Kusi Kwame einen Schmerz in der Kniekehle verspürt hatte (40.). Noch deutlich früher musste Christian Rave den Platz verlassen. Er hatte nach einem Foul von William Wa chows ki (4.) regelrecht ein Loch im Bein, konnte einen Hautlappen im Kniebereich umklappen. Für Rave kam Patrick Fürst (8.), der mit seiner spritzigen Spielweise, einigen sehenswerten Sololäufen und mehreren Haken St. Paulis Deckung vor Probleme stellte. Fürst avancierte somit dann auch zum besten Mann in Lila-Weiß, allein seine Mitspieler konnten den Esprit des künftigen PSV-Kickers nicht veredeln.

Und dabei sah zunächst noch alles richtig gut aus. Auf dem vom Dauerregen aufgeweichten Geläuf setzten sich die Gäste in Szene. Die zunächst beste Chance vergab Marco Schultz, der per Kopf an Keeper Florian Kirschke scheiterte (13.). Acht Minuten später war es so weit: Gen tian Durak verlängerte artistisch per Hacke einen Maliszewski-Eckstoß, und der aufgerückte Hannes Schäfke drosch die Kugel volley "unters Dach" der Kiez-Kicker - 0:1. Die Freude währte jedoch nicht lange, ja sie ließ den VfR sorglos werden. Nur 180 Sekunden darauf ließen die "Veilchen" André Lämmerhirt auf der rechten Angriffsseite gewähren. Dessen Maßflanke köpfte Erdogan Pini zum 1:1 ein. In dieser Szene schien es, als habe jemand den Gästen eine aktive Bewegung untersagt, zumal auch Torwart Hüsnü Özdemir auf der Linie kleben blieb. St. Paulis junge Truppe gewann zusehends Oberwasser, was sich in der bedeutungslosen, aber dennoch phasenweise heiß umkämpften Begegnung nach dem Wechsel auch in Zahlen niederschlug. Denn innerhalb von nur 20 Minuten setzten die Hausherren - auch dank der Passivität in der VfR-Hintermannschaft - die entscheidenden Stiche. Özdemir, der im Verlauf der Partie mit vier, fünf Reflexen sogar noch ein VfR-Debakel verhinderte, parierte in der 49. Minute stark gegen Lasse Schlüter. Während seine Vorderleute staunend zuschauten, staubte Robert Subasic zum 2:1 ab. Vier Minuten später klingelte es erneut, als Erdinc Güner völlig frei vor Özdemir ein Mandic-Zuspiel in die Schnittstelle der VfR-Deckung zum 3:1 nutzte. Und Rasensport hatte tatsächlich noch einen Aussetzer im Repertoire: Nach einem Schlüter-Freistoß stieg Steffen Heinemann unbehelligt hoch und köpfte zum 4:1 ein (65.). Was die Gäste im Vorwärtsgang auch anstellten, es gelang ihnen praktisch nichts mehr. Passend dazu wurde auch noch ein Eigentor von St. Paulis Heinemann nicht anerkannt, weil zuvor eine Abseitsposition gepfiffen worden war (82.).

FC St. Pauli II - VfR 4:1 (1:1)FC St. Pauli II: Kirschke - Lämmerhirt (46. Startsev), Wachowski, Brückner (52. Heinemann), Schlüter - Mandic, Ghazaryan - Güner (71. Kranich), Pini, Jamali - Subasic.

VfR Neumünster: Özdemir - Durak, Jakubowski, Schäfke, Bock - Rave (8. Fürst), Kwame (40. Yilmaz) - M. Schultz, Ruzic (80. Gülbay), Maliszewski - Giese.

Beste Spieler: Schlüter, Pini, Subasic - Fürst. - SR: Binder (Hameln). - Zuschauer: 154. - Tore: 0:1 Schäfke (21.), 1:1 Pini (24.), 2:1 Subasic (49.), 3:1 Güner (53.), 3:1 Heinemann (65.). - Gelbe Karten: Mandic (31., Foulspiel), Kranich (87., Foulspiel) - Jakubowski (62., Foulspiel), Giese (65., Foulspiel), Schäfke (84., Foulspiel). - Spielwertung: befriedigend.

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