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Tasdorfs Bürgermeister weist Vorwürfe zurück – Neuer Bebauungsplan beschlossen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die geplanten Änderungen des Tasdorfer Bebauungsplans Nr.  1 aus dem Jahr 1979 hatten vor der Sommerpause für Zündstoff in der Tasdorfer Gemeindevertretung gesorgt. Neben einem hinter der Formulierung des „Geschmäckles“ versteckten Vorwurf einer möglichen Bevorteilung von Bürgermeister Hans-Heinrich Sievers hatte der CDU Fraktionsvorsitzende Dietrich Laß eine bessere Information der Einwohner gefordert. „Eine so weit reichende Planänderung sollte in einer Einwohnerversammlung erläutert werden“, meinte Laß. Jetzt stellte der Bornhöveder Bauleitplaner Uwe Czierlinski das Vorhaben jetzt noch einmal in einer Einwohnerversammlung vor, bevor in einer nachfolgenden Sitzung der Gemeindevertretung über den B-Plan abgestimmt wurde.

„Vorrangig handelt es sich bei der inzwischen vierten Änderung seit 1979 um Anpassungen an neue Vorgaben für sogenannte Sichtfenster sowie Abrundungen, Abstandsänderungen und Lückenschließungen des alten Plans“, erklärte Czierlinski. Eine Anhebung der sogenannten Grundflächenzahl um einen Punkt von 0,3 auf 0,4 macht außerdem größere Baubereiche möglich. Dadurch können im Innenbereich neue Baumöglichkeiten entstehen. Das komme auch der Landesvorgabe einer bevorzugten Innenverdichtung entgegen. Außerdem fließen eine Begrenzung der Firsthöhen auf 8,5 Meter und eine Änderung der Nutzungsmöglichkeiten für das heutige Feuerwehrgrundstück in die Planänderungen ein. Das komme der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Feuerwehrstandortes entgegen. „Die Planänderungen stehen dem Erwerb von ganz normalen Baurechten nicht entgegen“, erklärte der Planer auf Anfragen aus der Bürgerschaft.

Neben möglichen privilegierten Bauvorhaben im Außenbereich nach Paragraf 35, etwa aus der Forst- oder Landwirtschaft, können nach dem Landesentwicklungsplan bis 2025 beginnend ab dem Jahr 2010 noch 16 weitere Wohneinheiten über die bisher bestehenden Baumöglichkeiten hinaus neu entstehen. Trotz der umfassenden Erläuterung in der Einwohnerversammlung blieb die Diskussion unter den Tasdorfer Gemeindevertretern nicht spannungsfrei. Grund für die Vorwürfe sind zwei Grundstücke von Familie Sievers, die neben anderen Grundeigentümern von den Planänderungen profitieren.

Die Anträge und Änderungswünsche sind ganz normal und öffentlich durch den Bauausschuss und die Gemeindevertretung gelaufen, hatte der Bauausschussvorsitzende Christian Manke angemerkt. Tasdorfs Bürgermeister Hans-Heinrich Sievers, der an der Beratung und Abstimmung wegen Befangenheit nicht teilnehmen durfte, wies die Vorwürfe entschieden von sich.

Jetzt wurde der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für die vierte Änderung des Bebauungsplans Nr. 1 der Gemeinde einstimmig beschlossen und geht damit in die öffentliche Auslegung und Anhörung. Außerdem wurde der langjährige Gemeindevertreter Eberhard Blaschke (CDU) nach gut 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit verabschiedet. „Unter anderem hat sich Blaschke als 2. stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender im Schul- und Sozialausschuss verdient gemacht“, dankte Bürgermeister Hans-Heinrich Sievers Blaschke, der im Juli seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte.

Für Eberhard Blaschke rückt Sönke Neve (CDU) in die Gemeindevertretung nach. Daneben zieht Neve auch als ordentliches Mitglied in den Bau-, Wege- und Umweltausschuss ein. Als bürgerliches Mitglied kommt Peter Meinke (CDU) in den Ausschuss. Maria-Elisabeth Hamann (CDU) wird Mitglied und stellvertretende Vorsitzende im Finanzausschuss.  


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