Schulausschuss : Tanck-Schule bekommt Landesgelder für die Mensa

Wilhelm-Tanck-Schule
Wilhelm-Tanck-Schule

Der Schulausschuss diskutierte über die Zukunft der Schulsozialarbeit sowie zwei Offene Ganztagsschulen.

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09. Mai 2015, 08:30 Uhr

Neumünster | Die Zukunft der Schulsozialarbeit sowie Pläne für zwei weitere Offene Ganztagsschulen beschäftigten am Mittwoch den Schulausschuss und führten im Volkshaus zu teils kontroversen Diskussionen.

Die Schulsozialarbeit gibt es in Neumünster seit drei Jahren. Bisher wurde sie vom Bund finanziert. Damit ist es jetzt vorbei. Stattdessen gibt es Geld vom Land. Gleichzeitig wird über Veränderungen nachgedacht.

15 Schulsozialarbeiter sind in der Stadt im Einsatz. Acht von ihnen gehören bisher zu einem freien Träger (Ausbildungsverbund), sieben wurden über die Stadt eingestellt. Thomas Wittje, Leiter der Abteilung Kinder-, Jugendarbeit und Sozialarbeit, führte noch einmal die Aufgaben der Schulsozialarbeiter vor Augen. „Ihr Einsatz hat sich an allen Schulen sehr bewährt“, lobte Wittje. Als verlässliche Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Lehrer sei sie eine große Unterstützung im Schulalltag. Auch die präventive Arbeit, insbesondere an Schulen in sozialen Brennpunkten, sei enorm wichtig. Es sei wünschenswert, dass ein Schulsozialarbeiter mit mindestens einer halben Stelle jeweils für eine Schule zuständig sei. Eine Fortführung der Arbeit sei notwendig.

Der Ausschussvorsitzende Bernd Delfs (SPD) stellte einen Änderungsantrag zu diesem Thema vor. Darin gibt die SPD zu Bedenken, dass es in den vergangenen Jahren bei den freien Trägern zu zahlreichen Kündigungen gekommen sei. Sie regte deshalb an, die Schulsozialarbeit allein in städtischer Trägerschaft weiterzuführen, um einen möglichst kontinuierlichen persönlichen Kontakt an den Schulen zu gewährleisten. Außerdem müsse genau hingesehen werden, wo der Bedarf besonders groß sei. Die Verwaltung soll außerdem prüfen, ob für weitere Betreuungsstunden Landesmittel zur Verfügung stehen. Der Änderungsantrag wurde letztlich mit sieben zu vier Stimmen angenommen.

Gute Nachrichten gab es für die Wilhelm-Tanck-Schule. Die Gemeinschaftsschule möchte dem Bedarf der Familien nachkommen und in Zukunft als Offene Ganztagsschule das Angebot ausweiten. Der erste Schritt in diese Richtung ist bereits gemacht. So wurden von der Stadt als Schulträger bereits Fördermittel für den Bau der dafür erforderlichen Mensa beim Ministerium beantragt. 265  000 Euro soll die sogenannte Ausgabe-Mensa, bei der das Essen von einem Caterer angeliefert wird, insgesamt kosten. Davon wird jetzt die Hälfte vom Land getragen. Die Mensa soll noch in diesem Jahr fertig werden. Deutlich komplizierter dürfte die weitere Raumplanung für die Tanck-Schule werden, die aller Voraussicht nach Räume der benachbarten Helene-Lange-Schule nutzen wird. Bei beiden Schulen muss der Denkmalschutz berücksichtigt werden.

Um die Kosten abschätzen zu können, wurde auch für das Raumprogramm der Timm-Kröger-Schule (Grundschule), die ebenfalls Offene Ganztagsschule wird, erst einmal grünes Licht gegeben. Allerdings heißt das nicht, dass die Kosten ins Unermessliche steigen dürfen, wurde betont.

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