Brandstiftung in Neumünster : Täter zündelten gleich an vier Stellen

Bei der Grundschule an der Schwale an der Franz-Wieman-Straße brannte ein blauer Altpapiercontainer.
Foto:
1 von 3
Bei der Grundschule an der Schwale an der Franz-Wieman-Straße brannte ein blauer Altpapiercontainer. Fotos: Ziehm

Containerbrände in Faldera, der Innenstadt und in Tungendorf hielten in der Nacht zu Dienstag die Berufsfeuerwehr Neumünster und die Polizei auf Trab.

von
22. Juli 2015, 07:45 Uhr

Neumünster | Mehrere brennende Container hielten in der Nacht zu Dienstag die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in Atem. Gegen 0.30 Uhr wurde die Feuerwehr zur Franz-Wieman-Straße 18a gerufen. An der Außenstelle der Grundschule an der Schwale brannte ein blauer Altpapiercontainer aus Kunststoff. Nur 15 Minuten später brannte es an der Wasbeker Straße 130 neben dem Netto-Markt.

Am Zugang zu einer Wohnanlage standen zwei Altpapiercontainer aus Kunststoff in Flammen. Anlieger hatten den Brand gemeldet. Die Berufsfeuerwehr war hier mit einem kompletten Löschzug im Einsatz. „Die Einfassung der Container aus Palisaden und eine angrenzende Hecke hatten schon Feuer gefangen“, berichtete Karl-Heinz Herrmann von der Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr und nannte die Tat „mehr als verantwortungslos. Hier werden Menschenleben in Gefahr gebracht“.

Gegen 0.50 Uhr folgte dann der dritte Einsatz: Auf dem Parkplatz für das Museum Tuch + Technik am Schleusberg brannte es in einem Altpapiercontainer, diesmal war er aus Metall. Die Feuerwehr löschte auch diesen Brand. Bei der Fahndung kontrollierte die Polizei mehrere Personen. Ein dringender Tatverdacht ergab sich bislang aber nicht, teilte Polizeisprecher Sönke Hinrichs mit.

Gegen 2.30 Uhr meldete ein aufmerksamer Anwohner dann mehrere junge Leute, die an der Preußerstraße in Tungendorf einen Papiercontainer hinter sich her zogen. Den Container steckten die Jugendlichen an und flüchteten. Der Anrufer meldete seine Beobachtungen der Polizei und löschte selbst das Feuer. Polizeibeamte kontrollierten später im Stadtteil drei junge Leute im Alter von 16 und 17 Jahren. Die Ermittlungen dauern an. Geprüft wird auch, ob das Trio für die anderen Brände verantwortlich sein könnte. Die Polizei rät, verdächtige Ereignisse zu beobachten und der Polizei über den Notruf 110 zu melden.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen