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Theater in Der Stadthalle : Szenenapplaus für Schwanensee

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das russische Staatstheater gab den Ballettklassiker / Hebefiguren und Pirouetten beeindruckten das Publikum

Neumünster | Mit viel tänzerischem Talent und zauberhaften Kostümen präsentierte das russische Staatstheater für Oper und Ballett Komi den Ballettklassiker Schwanensee im Theater in der Stadthalle. 350 Besucher ließen sich in die Welt des Balletts entführen.

Das Märchen von Prinz Siegfried und der in einen Schwan verzauberten Prinzessin Odette begann mit einem Tanz im Palastgarten. In pastellfarbenen Kleidern vor einem stimmungsvollen Hintergrund, einem dunklen See bei Vollmond, tanzten die Hofdamen und –herren beschwingt und mühelos, immer lächelnd. Im Walzer wirbelten die Paare über die Bühne, die manchmal etwas zu klein für die raumgreifenden Tanzschritte wirkte.

Das Ballett war in zwei Akte mit jeweils zwei Szenen unterteilt. Ein Höhepunkt der ersten Szene war der Tanz zweier Hofdamen auf Spitze. Danach folgte der erste Auftritt des bösen Zauberers Rotbart, der Odette mit dem Fluch belegt hatte. Der Prinz und Rotbart tanzten ein kurzes Duell vor dem geschlossenen Vorhang, was dem Zuschauer ermöglichte, die Profis aus der Nähe zu sehen. Rotbarts Kostüm hatte dunkle, federartige Schwingen, sein Gesicht war ebenfalls dunkel geschminkt und so gekonnt in Szene gesetzt. Mit einem leicht veränderten Bühnenbild schloss sich die nächste Szene an: Odette tanzte gemeinsam mit vielen weiteren Schwänen, danach folgte ein harmonischer Pas de deux mit dem Prinzen, der Odette seine Liebe schwor. Der erste Auftritt des schwarzen Schwans Odile mit dem Zauberer gelang in der nächsten Sequenz, auch wenn diese nur sehr kurz war. Der Tanz der beiden Solisten war kraftvoll, ausdrucksstark und zeigte das Böse. Untermalt wurde die Szene von rötlich dunklem Licht.

Da der Fluch des Zauberers nur durch die Liebe eines Prinzen gebrochen werden konnte, versuchte Rotbart Siegfried zu überlisten. Mit dem schwarzen Schwan Odile, einem bösen Abbild von Odette, gelang ihm sein Plan. Der Auftritt von Siegfried und dem schwarzen Schwan wurde dank Hebefiguren, Pirouetten und einem starken Ausdruck ebenfalls zu einem Höhepunkt und sorgte für viel Applaus zwischen den Szenen. Auch der bekannte „Tanz der vier kleinen Schwäne“ durfte nicht fehlen; ihn präsentierten die vier Ballerinen perfekt gleichmäßig. Ebenfalls wunderschön anzusehen waren die Schwäne im Nebel, was einen stimmungsvollen Effekt ergab. Die Liebesgeschichte zwischen dem Prinzen und Odette fand trotz des Zauberers in einem romantischem Pas de deux ein gutes Ende. Rotbart wurde von Siegfried besiegt, sein Kostüm dabei sogar zerissen. Siegfrieds Liebe zu Odette befreite sie und die anderen Schwäne von dem Fluch, und sie verwandelten sich wieder in Mädchen.

Das Finale kam etwas abrupt und war sehr kurz im Vergleich zu den vorherigen Szenen im Schloss. Ein Tanz mehr am Ende hätte einen schöneren Abschluss ergeben. Die Choreografie für das russische Staatstheater stammt aus der Feder von Marius Petipa und ist klassisch gehalten. Die Tänzer machten das Ballett zu der Musik von Peter L. Tschaikowsky (vom Band) zu einem Genuss und beeindruckten das Publikum. Die Zuschauer dankten mit Applaus und Fußtrampeln. Auch Melanie Prigge und ihre Tochter Juliane (13) waren begeistert. Die Mutter erklärte: „Wir gehen jede Adventszeit einmal ins Ballett. Das ist unser zweites Mal Schwanensee, und es war einfach nur wunderschön.“

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