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Symbolischer Baustart : Sysmex investiert 13 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Japanischer Medizintechnik-Hersteller verdoppelt seine Produktionsfläche an der Mainstraße / Zweite Erweiterung seit 2006

Seit 20 Jahren produziert der japanische Medizintechnik-Konzern Sysmex Europe im Industriegebiet Süd chemische Reagenzien für seine weltweit vertriebenen Diagnostiksysteme. 2006 wurde der Betrieb schon einmal erweitert, doch die Produktionskapazitäten hielten nicht lange vor. Gestern gab es an der Mainstraße den symbolischen ersten Spatenstich für einen weiteren Neubau.

Das Zeremoniell verknüpfte dabei japanische und deutsche Traditionen auf dem Bau. So griffen der für die Reagenzien-Produktion zuständige Manager Matthias Kutzner und sein für die Finanzen zuständiger Kollege Naoya Ichikawa nicht nur zum Spaten, sondern verstreuten an allen sieben Ecken des künftigen Gebäudes auch Salz, Reis und Wein.

Mit dem Neubau verdoppelt Sysmex seine Produktionsflächen nahezu von bislang 4600 auf dann 9100 Quadratmeter. Dafür wurde extra das Nachbargrundstück von der Firma Kienast gekauft, die ihre Teppich-Fertigung an der Mainstraße aufgegeben hat. Insgesamt investiert der Sysmex-Konzern mit Stammsitz in Kobe rund 13 Millionen Euro in Neumünster. Die reinen Baukosten inklusive der nötigen Umbauten im Bestand betragen neun Millionen Euro. Dazu kommen noch einmal vier Millionen Euro für die neuen Produktionsmaschinen.

Generalunternehmer ist die japanische Takenaka-Gruppe, die schon die Bauten 1993 und 2006 betreute. Die Fertigstellung ist für den November 2014 geplant, im März 2015 sollen dann die neuen Produktionsstätten in Betrieb gehen. Mit dem Ausbau ist auch eine Aufstockung der Belegschaft von zurzeit 42 auf dann etwa 50 Mitarbeiter vorgesehen.

„Haupttreiber für den erneuten Ausbau ist das wachsende Geschäft“, sagte Matthias Kutzner, der Vizepräsident für die Reagenzienproduktion bei Sysmex Europe. Das Unternehmen, das in Neumünster etwa 30 verschiedene Produkte für die medizinische Laboranalytik herstellt, wächst laut Kutzner schon das 13. Jahr in Folge. Grund sei die „Verdrängung von Wettbewerb, aber auch die Erschließung neuer Märkte im mittleren Osten und in Afrika“. Kutzner: „Wir sind in Zentraleuropa der Marktführer.“ Weitere Wachstumspotenziale ergeben sich dadurch, dass sich Sysmex – auch durch Zukäufe von anderen Unternehmen – gerade in neuen Geschäftsbereichen etabliert. Nur ein Beispiel ist der Bereich der Krebsdiagnostika.

„Neumünster steht dafür in den Startlöchern. Wir sind vorbereitet für neue Technologien, weil der Anbau dafür Reserveflächen berücksichtigt“, sagte Matthias Kutzner.

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