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Baustellen : SWN stoppt Arbeiten an der Wittorfer Straße

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Hohe Schadstoffbelastung der Asphaltdecke verzögert den Austausch der Fernwärmeleitung um mindestens vier Wochen

Als gäbe es in der Stadt nicht schon genug Baustellen – und jetzt auch das noch: Wegen einer ungewöhnlich hohen Schadstoffbelastung der bereits aufgenommenen Asphaltdecke verzögern sich die Tiefbauarbeiten in der Wittorfer Straße um mindestens vier Wochen. Ob die aufgerissene Trasse zwischen Ring und Koldingstraße noch wie geplant in diesem Jahr fertiggestellt werden kann, ist derzeit völlig offen.

Zur Erinnerung: Seit dem 16. September ist die Wittorfer Straße aus Richtung Ring stadtauswärts auf rund 200 Metern halbseitig gesperrt und als Einbahnstraße ausgewiesen. Anlieger und zahlreiche Berufspendler aus dem Süden müssen in der Gegenrichtung über Koldingstraße / Ring oder Reventlowstraße / Altonaer Straße ausweichen. Ursprünglich sollte der Engpass im November wieder aufgehoben werden, aber jetzt müssen sich Autofahrer auf eine Baustelle einstellen, die möglicherweise bis ins neue Jahr hinein reicht. „Wir versuchen, die Verzögerungen wieder rauszuholen, können aber noch nichts versprechen“, sagte gestern Ludwig Feldmann, bei den Stadtwerken verantwortlich für die Fernwärmebaustelle.

Anlieger hatten sich bereits kurz nach dem Start über die ungewohnte Ruhe auf der Baustelle gewundert: „Am Tag nach der Sperrung haben sie die Fahrbahn geschreddert, und seitdem habe ich hier keinen Bauarbeiter mehr gesehen – fast vier Wochen lang“, wunderte sich Anlieger Klaus Hein. Lediglich auf der Kreuzung am Ring war die Baufirma auch in die Tiefe gegangen. Auch dort ruhen derzeit die Arbeiten, und in dem Schacht sammelt sich das Herbstlaub.

Tatsächlich hatten die Tiefbauer nach Auskunft der SWN bereits bei der Aufnahme der Asphaltdecke einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt. Die Arbeiten wurden unterbrochen. Experten zogen Proben aus den Brocken und analysierten überhöhte Konzentrationen von so genannten „polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffe“ (PAK) in dem Teergestein.

Die aufgenommene Decke kann jetzt nicht wie sonst üblich recycelt und später wieder in den Straßenaufbau eingebracht werden, sondern muss gesondert entsorgt werden. „Laboruntersuchungen und Organisation der Sonderentsorgung haben uns drei Wochen Zeit gekostet“, erklärte Feldmann gestern auf Courier-Nachfrage. Das Problem sei bei den bisherigen Arbeiten am Fernwärmenetz noch nie aufgetaucht, „wir mussten uns selbst erst einmal orientieren“, sagte Feldmann. Die Arbeiten auf der Wittorfer Straße sollen jetzt am kommenden Montag, 14. Oktober, wieder aufgenommen werden.

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erstellt am 10.Okt.2013 | 07:30 Uhr

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