OB-Wahl in Neumünster : Sven Radestock: „Neumünster noch nicht reif für grünen OB“

OB-Kandidat Sven Radestock (mitte) mit den beiden Grünen-Kreisvorsitzenden Hans Heinrich Voigt und Juliane Michel.

OB-Kandidat Sven Radestock (mitte) mit den beiden Grünen-Kreisvorsitzenden Hans Heinrich Voigt und Juliane Michel.

Sven Radestock ist zufrieden, viele Themen angeschoben zu haben. Memet Celik errang Achtungserfolg

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09. Mai 2021, 21:24 Uhr

Neumünster | „Schade“, sagte der Kandidat der Grünen, Sven Radestock, nachdem das vorläufige Endergebnis feststand. Er errang 22,3 Prozent der Stimmen und hat damit knapp die Stichwahl verpasst. Obwohl die Grünen landes- und bundesweit im Aufwind sind, reichte es für den Einfelder nicht.

Grüne setzen Themen

 „Neumünster ist wohl noch nicht reif für einen grünen OB-Kandidaten. Ich habe aber Themen gesetzt, die die anderen Kandidaten sich auch angeeignet haben, das bedeutet, wir haben etwas erreicht. Da muss ich mich nicht verstecken“, so Radestock. „Unser Kandidat hat einen sehr professionellen Wahlkampf geführt. Wir hatten noch ein internes Wahlkampfziel: Zehn neue Mitglieder zu werben, das ist uns gelungen“, erklärte Kreisvorsitzender Heiner Voigt, „Ob wir jetzt die SPD unterstützen, werden wir Montagabend besprechen“, erklärte die Kreisvorsitzende Juliane Michel.

Memet Celik (unabhängig) errang mit 7,1 Prozent der Stimmen ein achtbares Ergebnis.
Privat
Memet Celik (unabhängig) errang mit 7,1 Prozent der Stimmen ein achtbares Ergebnis.
 

Einen Achtungserfolg errang Memet Celik. Der unabhängige Kandidat war mit dem Slogan „Neumünster ist super“ angetreten und erzielte respektable 7,1 Prozent der Stimmen. In den Podiumsrunden hatte der 47-jährige Versicherungsmakler schlagfertig auch unkonventionelle Vorschläge gemacht, etwa zum Großflecken-Umbau.

Celik nennt Wahlbeteiligung Erfolg

 „Die Wahlbeteiligung ist super. Das war auch eines der Ziele von mir und meinem Team – den Bürger zur Wahl zu motivieren“, sagte Celik, als am Wahlabend die ersten Zahlen aus den Wahlbezirken einliefen, und freute sich über das „beste Ergebnis, das je ein Kandidat ohne jegliche Parteienunterstützung erreicht hat“.

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