Einfelder See : Surfbrett, Paddel und viel Spaß

Fiona Schulz (11, von links) und Richard Karcht (13) bekommen eine Einweisung von Simon Steinhof.
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Fiona Schulz (11, von links) und Richard Karcht (13) bekommen eine Einweisung von Simon Steinhof.

Stand-Up-Paddling: Beim Ferienspaß auf dem Einfelder See konnten Kinder den neuen Trendsport ausprobieren.

shz.de von
14. Juli 2018, 08:30 Uhr

Neumünster | Friedlich plätschern kleine Wellen an das Ufer des Einfelder Sees. Alles ist ruhig. Bis auf einmal acht Surfbretter in die Fluten geworfen werden und johlende Kinder den See erobern. Sie haben Paddel in der Hand und versuchen, sich auf die Bretter zu stellen. Schon bei den ersten Versuchen stürzt der eine oder andere in den See und taucht lachend wieder auf.

Sie probieren eine Trendsportart aus, das sogenannte Stand-Up-Paddling, kurz SUP. Bei einer Ferienspaß-Aktion dürfen Kinder sich daran versuchen. Der Kanuclub am Einfelder See bot den Kursus an. An drei Nachmittagen können die Teilnehmer erfahren, wie schwer es ist, auf einem Brett zu stehen, das auf dem Wasser treibt. „Diese Sportart beansprucht wirklich jeden Muskel und vor allem den Gleichgewichtssinn“, erklärt Uwe Blunck, der zweite Vorsitzende des Kanuclubs. Vor allem der Gleichgewichtssinn muss bei einigen Kindern noch trainiert werden. Nur Fiona Schulz (11) hat keine Probleme. „Ich voltigiere. Da geht es auch um das Gleichgewicht“, sagt sie. Der Kursus bereitet ihr aus diesem Grund viel Spaß. „Bei Wellen ist es sehr anstrengend voranzukommen“, sagt sie. Freundinnen paddeln regelmäßig mit einem eigenen Board auf dem See. Sie war schon ein paar Mal dabei und hat so Lust bekommen, diese Sportart noch besser kennenzulernen.

Am ersten Tag wird hauptsächlich geübt, auf dem Brett zu stehen und das Paddel richtig zu halten. „Kinder lernen am besten, wenn sie einfach machen dürfen“, sagt Simon Steinhof, der Uwe Blunck bei dem Kursus unterstützt. Also geht es sofort auf den See. „Kinder haben weniger Angst als Erwachsene“, sagt Blunck. Aus diesem Grund verzichten die beiden Trainer auf allzu viel Theorie. So kann die Gruppe am zweiten Tag schon einen kleinen Ausflug unternehmen. Für zwei Angler, die am Ufer des Sees sitzen, ist es ein ungewohntes Bild, als die Gruppe auf Brettern stehend an ihnen vorbeipaddelt.

Immer mit dabei ist Hündin „Miss Mo“, die sich auf dem Brett ebenfalls pudelwohl fühlt. Nach einer Stunde ist der Spaß schon wieder vorbei. Jetzt noch aufräumen und nach Hause. „Abends merkt man vor allem in den Armen und den Beinen den Muskelkater“, sagt Fiona Schulz. Dennoch zieht sie den dreitägigen Kursus durch und freut sich nun auf einen langen Sommer, in dem sie den See zusammen mit ihren Freundinnen, die ein Board besitzen, unsicher machen wird.

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