Weihnachtsbesuch : Süße Grüße für die Diensthabenden

Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek (links) kam mit Geschenken. Über die Wertschätzung ihrer ehrenamtlichen Arbeit an Heiligbend freuten sich Gisela Dieckmann und Jürgen Thiele von der Bahnhofsmission.
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Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek (links) kam mit Geschenken. Über die Wertschätzung ihrer ehrenamtlichen Arbeit an Heiligbend freuten sich Gisela Dieckmann und Jürgen Thiele von der Bahnhofsmission.

Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek machte sich unter anderem auf den Weg zur Bahnhofsmission, zum Krankenhaus und zur Polizei.

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28. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Neumünster | Es ist bereits eine schöne Tradition: Jedes Jahr am Heiligen Abend ist der Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek früh auf den Beinen, packt Tüten voll süßer Überraschungen in seinen Kofferraum und macht sich auf den Weg. Denn auch in Neumünster gibt es viele Menschen, die zur Arbeit gehen, damit auch am 24. Dezember niemand auf Hilfe im Notfall oder Unterstützung im Alltag verzichten muss.

Bereits um 7 Uhr morgens traf Strohdiek bei den Stadtwerken ein. Hier wünschte er dem Wachpersonal ein frohes Fest und versüßte ihm den Dienst im Namen der Stadt mit Kaffee, einem Christstollen und Butter sowie einem großen Marzipanbrot.

„Wir könnten unsere Pakete auch per Post verschicken“, meinte Strohdieck, „aber seit ich im Amt bin, lasse ich es mir nicht nehmen, meine Wertschätzung gegenüber den Diensthabenden persönlich zu übermitteln“, erklärte der Stadtpräsident.

Nach einem kurzen Plausch ging es weiter Richtung Bahnhofsmission. Jürgen Thiele und Gisela Dieckmann hatten sich freiwillig für die Schicht am Heiligen Abend gemeldet.

„Wir beide machen das bereits seit Jahren“, erklärte Thiele. Am 24. Dezember sei es richtig gemütlich in der alten Wartehalle. Der Baum ist geschmückt und meistens sei es relativ ruhig. Die Schüler, von denen sonst täglich 60 bis 80 den warmen Raum nutzen, um auf ihren Zug zu warten, haben Ferien, und von einem Bahnstreik habe er auch nichts gehört, schmunzelte Thiele. Strohdieks Geschenke kamen da gerade recht.

Ganz anders ging es in der Kinderambulanz zu. Von Ruhe und Beschaulichkeit konnten Sabine Rix-Arndt und ihre Kollegen nur träumen. Bereits kurz nach 8.30 Uhr herrschte hier reger Betrieb. Die Mitarbeiterin des FEK nahm deshalb nur kurz das Paket entgegen, um dann schnell wieder zu ihren kleinen Patienten zu eilen.

„Grüßen sie bitte meinen Mann“, rief sie Strohdiek hinterher. „Der arbeitet bei der Autobahnpolizei und hat heute auch Dienst.“

Das wollte der Stadtpräsident gerne tun. Aber zuerst musste er noch in die offene Ambulanz, zu den Notärzten, ins 1. und 2. Polizeirevier, zur Feuerwehr und zur Autobahnmeisterei, um dort seinen süßen Gruß abzugeben. Gegen 17 Uhr hatte Strohdiek dann seine Tour beendet und konnte selbst zur Ruhe kommen.

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