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Holsteinischer Courier

25. September 2017 | 10:00 Uhr

Braak : Sturmschäden wurden abgearbeitet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Forstgemeinschaft Segeberg zog Bilanz. Holzpreise liegen weiter auf gutem Niveau.

Braak | Die Forstbetriebsgemeinschaft Segeberg zog auf ihrer Mitgliederversammlung in Braak eine positive Bilanz. Geschäftsführer Axel Koch berichtete, dass nahezu sämtliche Sturmschäden (7000 Festmeter) aus dem Herbst mittlerweile aufgearbeitet und vermarktet sind. „Die Holzpreise stehen derzeit zwar unter Druck, dennoch liegen sie jedoch weiterhin auf einem guten Niveau. Außer der starken Buche lassen sich alle Sortimente verkaufen“, erläuterte Koch.

Die Forstbetriebsgemeinschaft mit ihren 568 Mitgliedern hat auf einer Fläche von rund 4700 Hektar 4200 Festmeter Stammholz sowie 9300 Raummeter Industrieholz eingeschlagen.

Aufgeforstet wurde im vergangenen Jahr eine Fläche von 55 Hektar. Gepflanzt wurden hier 275 000 Setzlinge. Zur Kultursicherung wurden außerdem 64 Hektar freigemäht und auf 32 Hektar wurde Jungbestandspflege betrieben. Bei der Bodenschutzkalkung wurden zudem rund 480 Hektar abgerechnet.

Zufrieden zeigte sich Koch auch mit der Jahresrechnung 2013, die einen ausgeglichenen Haushalt vorweist. Der ordentliche Haushaltsansatz für 2014 wurde mit 138 100 Euro ebenso einstimmig gebilligt wie der außerordentliche Haushalt, der 1 571 000 Euro in Einnahmen und Ausgaben vorsieht.

Nach der Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung wurde Knut Hamann aus Gönnebek einstimmig zum neuen Kassenprüfer gewählt.

Einhellig wiedergewählt wurden auch die Vorstandmitglieder Dietrich Busch aus Neumünster, Stephan Hamann (Groß Rönnau) und Bernd Mordhorst (Bad Bramstedt).

Zur aktuellen Forstpolitik äußerte sich im Anschluss Jens Fickendy-Engels, Geschäftsführer des schleswig-holsteinischen Waldbesitzerverbandes. Er erläuterte die Aktivitäten des Landes zur Entwicklung von Naturwaldflächen. „In den öffentlichen Wäldern soll diese einmal bei 10 Prozent liegen. Zurzeit liege der Anteil hier bei 7,6 Prozent. Es fehlen hier also noch rund 2000 Hektar. Allerdings werden von den Naturschutzverbänden weitere 6000 Hektar gefordert“, berichtete er. Erläutert wurde von Fickendy-Engels zudem das 2013 in Kraft getretene Holzhandelssicherungsgesetz, das den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz (insbesondere aus den Tropen) unterbinden soll. Umgesetzt wurde damit von der Bundesregierung eine EU-Richtlinie. „Da es in Deutschland jedoch praktisch kein solches Holz gibt, werden hier die Waldbesitzer nur mit weiteren umfangreichen Dokumentationspflichten belastet“, erklärte er.

Letztlich wurden die Anwesenden durch Steuerberater Ralf Ehlers vom landwirtschaftlichen Buchführungsverband Bad Segeberg noch einmal auf die Steuerpflicht der Waldbesitzer hingewiesen. „Auch Waldbesitzer müssen daran denken, dass sie unter Umständen Steuern zahlen müssen. Dies wird zum Beispiel bei Schenkungen oder Veräußerungen häufig nicht bedacht“, merkte er dazu an.





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