Grossenaspe : Sturm riss Loch in die Turnhalle

Das Dach der Halle wurde vom Wind angehoben und teilweise abgerissen.
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Das Dach der Halle wurde vom Wind angehoben und teilweise abgerissen.

Die Halle ist gesperrt, und Spiele werden abgesagt. Es gab auch Einsätze in Aukrug und Gross Kummerfeld.

shz.de von
10. Januar 2015, 06:00 Uhr

Grossenaspe | Seit vorgestern Nacht ziehen starke Sturmböen über das Land. Gestern Vormittag erwischte der Wind das Dach der großen Turnhalle in Großenaspe und riss es auf rund 320 Quadratmetern auf. Verletzt wurde niemand.

„Zum Glück war die Halle leer. Die Feuerwehr hat das Gelände großräumig abgesperrt, damit jetzt nicht noch im Nachhinein etwas passiert“, erklärte Bürgermeister Torsten Klinger. Erhebliche Hilfe leistete den Einsatzkräften hier eine Zimmerei aus Großenaspe. Diese war mit 20 Dachdeckern vor Ort, um die losen Bleche zu bergen und sie sicher zu entsorgen. „Wir haben alle Mitarbeiter von allen Baustellen abgezogen, um hier zu helfen. Normalerweise würden wir bei solchem Wetter auch nicht arbeiten. Doch schließlich sind an der Halle ja ständig Kinder vor Ort. Dieses Risiko war uns zu groß“, sagte Inhaber Horst Matthießen.

Dankbar für die schnelle Reaktion der Fachkräfte waren auch Torsten Klinger und Karsten Ventz als stellvertretender Vorsitzender des Sportvereins. „Bis auf Weiteres ist die Halle jetzt erstmal gesperrt. Damit müssen wir Spiele verschieben und Trainingsstunden werden ausfallen. Aber Hauptsache niemandem ist etwas passiert“, erklärten die beiden einhellig.

Das Dach der Halle hat an vielen Stellen Löcher. Deshalb wurde der Fußboden in der Halle mit Folien und Fließ gesichert. Dies soll Folgeschäden durch Wassereintritt in den Schwingboden verhindern.

Im Amt Boostedt-Rickling dagegen ging es vergleichsweise ruhig zu. Die Groß Kummerfelder Wehr war dort im Einsatz, um umgestürzte Bäume abzuräumen.

Gleich drei Nadelbäume wurden gestern von Sturmtief „Elon“ so umgeweht, dass sie quer über der Kreisstraße 88 bei Aukrug-Bargfeld lagen. Zersägt und weggeräumt wurden die Baumstämme von den Feuerwehrleuten aus dem benachbarten Sarlhusen im Kreis Steinburg. Sie waren am schnellsten an der Gefahrenstelle. Ein vierter Nadelbaum in der Nähe des Mittelholsteinischen Golfclubs wurde von den Feuerwehrmännern gefällt, bevor etwas passierte: „Da war Gefahr im Verzug“, meinte Einsatzleiter Hartmut Scheel, „diese Tanne hing auch schon zu drei Vierteln über der Straße.“

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