Konzertbericht : Studenten mit großen Stimmen

Die Sopranistin Sonja Gebert (links) und Mezzosopranistin Despina Koustoulidi begeisterten mit Stimme und Ausstrahlung.
Die Sopranistin Sonja Gebert (links) und Mezzosopranistin Despina Koustoulidi begeisterten mit Stimme und Ausstrahlung.

Thomas Mohr und sechs Nachwuchskünstler gaben im Caspar-von-Saldern-Haus ein Konzert.

shz.de von
07. Dezember 2015, 17:12 Uhr

Neumünster | Zum achten Mal bezauberten „Thomas Mohr and Friends“ beim Adventskonzert im Caspar-von-Saldern-Haus. Je 100 Gäste genossen am Sonntagnachmittag und am Abend Weihnachtslieder aus dem Barock, der Romantik bis zur Moderne. Sechs Gesangsstudenten der Hochschule für Künste in Bremen zeigten ihr großes Können in Gesang und Bühnenpräsenz.

Ihr Lehrer Professor Thomas Mohr leitete den Abend mit „O Jesulein süß, o Jesulein mild“ aus Georg Christian Schemellis „Musikalischem Gesang-Buch“ ein. Clemens Wiencke spielte am Flügel.

Betörend klar sang die Mezzosopranistin Gabriella Guilfoil „Schlafe, mein Liebster“ aus Johann Sebastian Bachs Weihachtsoratorium, und Svenja Schicktanz begeisterte mit ihrem Sopran bei „Schafe können sicher weiden“ aus Bachs Jagdkantate. Gemeinsam rührten Sonja Gebert und Despina Koustoulidi mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Domine Deus“. In den seltenen Genuss, einen Countertenor zu hören, kam das aufmerksame Publikum beim Auftritt von Alexander Masters. In einer üblicherweise von Frauen gesungenen Stimmlage begeisterte er mit Hugo
Wolfs „Verschwiegene Liebe“. Ein besonderer Gast war der Kammersänger Victor von Halem. Den Bassisten stellte Thomas Mohr seinen Studenten als Beispiel vor: „Er beweist, dass man auch mit über 70 Jahren eine gute Stimme und eine große künstlerische Ausstrahlung haben kann. Selten dauern Karrieren 30 oder 40 Jahre, viele Stimmen werden schnell innerhalb von sechs Jahren zerschlissen.“ Von Halem brachte Stücke aus Mark Lothars „Kleiner Weihnachtsgeschichte“ und kontrastierte mit seinem dunklen Timbre zu Cecilia Rodriguez-Morans Sopran, den sie in Richard Strauss’ „Arie der Ariadne“ locker-leicht in schwindelerregende Höhen trieb. „Stimmlich fand ich Cecilia Rodriguez-Moran sehr beeindruckend und den Kammersänger konnte man sehr gut verstehen“, meinte Gulveig Kröger aus Kiel, die gemeinsam mit ihrem
Ehemann zu den Stamm-
gästen der Veranstaltung gehört.

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