Kurzschluss : Stromausfall legte Tungendorf und Einfeld lahm

Der Kurzschluss lief im Umspannwerk Nord an der Kieler Straße 393 auf. An ihm hängen Einfeld und Teile Tungendorfs.
Der Kurzschluss lief im Umspannwerk Nord an der Kieler Straße 393 auf. An ihm hängen Einfeld und Teile Tungendorfs.

Zwischen 11.46 und 13 Uhr ging im Norden der Stadt gar nichts

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16. April 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Um 11.46 Uhr ging gestern gar nichts mehr: Ein Stromausfall legte bis 13 Uhr große Teile von Tungendorf und von Einfeld lahm. Die Stadtwerke vermuten, dass Erdarbeiten einer Tiefbaufirma einen Kurzschluss auslösten. „Die haben mit sogenannten Erdraketen Leitungen durch die Erde geschossen. Dabei muss eine 20-Kilovolt-Leitung beschädigt worden sein“, erklärte Stadtwerke-Sprecher Nikolaus Schmidt. Im Umspannwerk Nord an der Kieler Straße 393 löste das einen Kurzschluss aus.

„Wir waren komplett vom Netz und dunkel“, hieß es von der Firma Wigger, die gleich nebenan an der Kieler Straße 355 ihren Hagebaumarkt betreibt. Dort funktionierten während des Stromausfalls weder die Kassen noch die EDV oder Beleuchtung. Die Kunden wurden aber weiter bedient und bekamen eine handgeschriebene Quittung.

„Bei uns flackerte nur kurz das Licht, aber der Strom fiel nicht aus“, sagte Anja Broscheit von der SB-Tankstelle Ehmcke an der Kieler Straße 259.

Der Stromausfall hielt auch die Feuerwehr auf Trab. Als die ersten Meldungen aus Tungendorf, Einfeld, aber auch von der Sauerbruchstraße in der Gartenstadt eingingen, löste die Berufsfeuerwehr den „Notfallplan Stromausfall“ aus. „Wir machen das vor allem mit Blick auf die Notfallversorgung von Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderen lebenswichtigen Einrichtungen“, sagte Sven Kasulke, der Chef der Berufsfeuerwehr. Die Freiwilligen Wehren Tungendorf-Stadt, Tungendorf-Dorf und Brachenfeld wurden alarmiert und als Notfallmelde- und Versorgungsstationen eingerichtet. Da das Telefonfestnetz nicht funktionierte, konnten Bürger hier persönlich Notrufe absetzen, die dann per Funk weitergeleitet wurden. „Alle hat reibungslos geklappt“, sagte Sven Kasulke. 

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