Bordesholm : Stromausfall: Gestern roch es noch verbrannt

Der VBB-Auszubildende Jano Lenz hält die durchgebrannte Leitungsabdeckung in Händen. Die Schadstelle befindet sich in der Heintzestraße.
Der VBB-Auszubildende Jano Lenz hält die durchgebrannte Leitungsabdeckung in Händen. Die Schadstelle befindet sich in der Heintzestraße.

Die Ursache konnte nicht geklärt werden.

shz.de von
31. Juli 2018, 09:00 Uhr

Bordesholm | „Da hat ordentlich Energie gewaltet“, sagte Frank Günther, Chef der Bordesholmer Versorgungsbetriebe (VBB). Gestern habe er sich die Baustelle an der Heintzestraße in Bordesholm angesehen, und da habe es immer noch verbrannt gerochen. Etwa 1500 Bordesholmer hatten Sonntag am frühen Morgen keinen Strom. Der Schaden ist behoben, die Ursache allerdings nicht gefunden.

Sonntag um 6.45 Uhr hatte es einen Kurzschluss gegeben (der Courier berichtete). Schnell konnte die Störung auf den Bereich der Wildhofstraße lokalisiert werden. Zwischen zwei Trafostationen wurde ein Stück Mittelspannungskabel – dort, wo der Fehler vermutet wurde – vom Netz genommen. Um 7.30 Uhr waren etwa 1200 Haushalte mit Niederspannung wieder am Netz. Im Bereich der Wildhofstraße mit Lindenplatz dauerte die Störung am längsten. Gegen 13 Uhr waren dann wieder alle Bordesholmer mit Strom versorgt.

Dann wurde gegenüber vom Alten Kreishaus gebuddelt und dort auch die Schadstelle ausgemacht. „Ein Niederspannungskabel und ein Mittelspannungskabel sind komplett verbrannt“, erklärte Frank Günther. Die Schadstellen wurden herausgeschnitten und die Kabel angemufft. Das Kabel wird dann nochmals durchgemessen, und zwar 30 Minuten pro Phase. Dann wird das Kabel wieder eingeschaltet. Nach Angaben von Frank Günther merken die Kunden davon nichts.

Zur Ursache konnte der Chef der Bordesholmer Versorgungsbetriebe nichts sagen. Wie es zu dem Kurzschluss gekommen sei, werde man auch nicht mehr rekonstruieren können.

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