Neumünster : Strickliesel und Kaffeebecher

René Rohlfshagen (7) aus Leezen mit Opa Mario (53) sieht Ulrike Bielefeldt vom Tungendorfer Spinnkreis gespannt beim Spinnen von Schafs-und Angorawolle zu.
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René Rohlfshagen (7) aus Leezen mit Opa Mario (53) sieht Ulrike Bielefeldt vom Tungendorfer Spinnkreis gespannt beim Spinnen von Schafs-und Angorawolle zu.

Am Internationalen Museumstag beteiligte sich das Museum Tuch + Technik mit vielen Aktionen.

shz.de von
14. Mai 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Das Museum Tuch + Technik lockte gestern mit einem speziellen Programm zum internationalen Museumstag hunderte Besucher auf den Kleinflecken. Unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ wurden unter der Leitung von der Museumspädagogin Anja Pöpplau (28) viele Aktionen in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern angeboten.

Die Verbindung zwischen Textilem und dem Wort wurde geknüpft durch eine übergroße Strickliesel, an der die Besucher ein großes Netz stricken konnten, sowie durch Vertreterinnen des Tungendorfer Spinnkreises. Auch eine Fachfrau an einer Strickmaschine sowie eine Handwebmeisterin zeigten ihre Fähigkeiten.

Das geschriebene und gesprochene Wort wurden vertreten durch einen Poetry-Slam-Workshop mit abschließender Präsentation auf der Bühne sowie durch Open-Air-Lesungen auf dem Kleinflecken unter der großen Eiche durch Vertreter der „Neumünsteraner Leselust“. Außerdem konnten alle Besucher bei kostenlosem Einritt Führungen durch die Ausstellung und an den alten Maschinen mitmachen. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgte die Regie-Einheit des Neumünsteraner Katastrophenschutzes mit Erbsensuppe und kalten sowie warmen Getränken. Dort konnte man einen wiederverwendbaren „To-Go-Kaffeebecher“ erstehen, den die Regie-Einheit in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Stadtfeuerwehrverbandes entwickelt hat. Dieser soll durch Vermeidung von Einmalgeschirr die Umwelt schonen, der Erlös kommt dem Förderverein zugute.

Ebenfalls auf dem Kleinflecken konnten sich die Besucher über das Bürgernetzwerk „Nähmaschine“ informieren. Dieses präsentiert in den leer stehenden Ladenflächen und Schaufenstern der Innenstadt mit kreativen Dekorationen andere inhabergeführte Geschäfte oder Vereine, um den Wert des inhabergeführten Handels, des Ehrenamtes und damit auch die Stadtidentität zu erhalten. Ein eben solches Schaufenster wird auch bald für die Regie-Einheit fertig gestellt werden, das Interesse bei den Passanten wecken und damit auf die zur Verfügung stehende Ladenfläche aufmerksam machen soll.

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