Konflikt im Ausschuss : Streit um einen Hausbau

Detlev Schulz
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Detlev Schulz

Auf der Sitzung des Wasbeker Bau- und Planungsausschusses kam es zum Eklat.

shz.de von
07. November 2013, 06:00 Uhr

Der Streit entzündete sich an einem Bauvorhaben. Auf der Sitzung des Wasbeker Bau- und Planungsausschusses platzte am Dienstagabend im Gemeindezentrum dem Stadtplaner der Stadt Neumünster, Detlev Schulz, der Kragen. „Sie erzählen Sachen, die nicht stimmen. Sie haben vom Paragrafen 34 des Baugesetzbuches keine Ahnung“, hielt Schulz dem Wasbeker Gemeindevertreter Uwe Pauschardt, Fraktionschef der Wählergemeinschaft Bürgerliche Mitte in Wasbek (BMW), vor. Vorausgegangen war eine kontroverse Aussprache zum geplanten Bau eines Mehrfamilienhauses an der Lindenstraße.

Beantragt worden war die Sache vom ehemaligen Gemeindevertreter Hans-Heinrich Doose, der ein zweigeschossiges Haus mit acht Wohneinheiten auf seinem Grundstück bauen lassen will und nichts dagegen hatte, dass sein Vorhaben im öffentlichen Teil der Sitzung zur Sprache kam. Stadtplaner Detlev Schultz erläuterte, dass sich der beantragte Bau als „innerörtliches Vorhaben nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt“. Das Ortsbild werde nicht beeinträchtigt, hieß es.

Uwe Pauschardt, der als Zuhörer anwesend war, sah das allerdings anders und kritisierte unter anderem, dass die Anlieger weder zum Vorhaben angehört wurden noch ein Plan vorgelegt wurde, der die Gegebenheiten der näheren Umgebung widerspiegelt.

Laut Detlev Schulz erübrigt sich jedoch eine Anhörung, da das Vorhaben „alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt und fast alle umliegenden Grundstücke schon bebaut sind“. Das habe eine rechtliche Beurteilung ergeben.

Als Pauschardt trotzdem nicht locker ließ, handelte er sich die Schelte des Stadtplaners ein – reagierte allerdings nicht darauf.

Der Ausschussvorsitzende Reiner Großer (CDU) forderte deshalb im Anschluss die anderen vier Mitglieder zur Abstimmung auf. Er sprach sich zusammen mit Markus Kühl (Wählergemeinschaft Für’s Dorf), Hans-Jürgen Ehmke (SPD) sowie Heribert Harnisch (CDU) dafür aus, der Gemeindevertretung die Zustimmung zu dem Bauvorhaben zu empfehlen. Lediglich Manfred Saggau (BMW) stimmte dagegen.

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