Timmaspe : Streit um das Neubaugebiet geht weiter

Projektplaner Joachim Schultze (links) und der Architekt Bernd-Dieter Burkhardt diskutierten über das Neubaugebiet.
Projektplaner Joachim Schultze (links) und der Architekt Bernd-Dieter Burkhardt diskutierten über das Neubaugebiet.

Krisenstimmung auf der Einwohnerversammlung

shz.de von
19. Januar 2015, 07:00 Uhr

Timmaspe | Die Vorgehensweise bei der Planung des Neubaugebietes im Ortskern ist für viele Timmasper nach wie vor nicht plausibel. Das wurde gestern während der Einwohnerversammlung im Asper Krug mehr als deutlich.

55 interessierte Gemeindemitglieder waren der Einladung von Bürgermeisterin Meike Derner und der Kommunalen Wählergemeinschaft (KWG) gefolgt, um „sich in geselliger Runde auszutauschen und Ideen fürs Dorf zu entwickeln“, wie Derner es ausdrückte. „Wir möchten eine jeweils am Anfang des Jahres stattfindende Einwohnerversammlung in Timmaspe etablieren, damit das Dorf enger zusammenwächst“, erklärte Gemeinderatsmitglied Wiebke Klamma. Gestern gestaltete sich dieses Anliegen schwierig.

Während die erste Einwohnerversammlung 2014 noch großen Anklang fand, war die Stimmung jetzt gereizt. Der Grund: Die intransparente Vorgehensweise des Gemeinrates bei der Planung des Neubaugebietes im Ortskern. Bereits im Dezember sorgte das Thema bei den Vertreter der Oppositionsparteien, der SPD und der Allgemeinen Timmasper Wählergemeinschaft (ATW), sowie bei betroffenen Bürgern für Unmut.

Heftige Kritik erntete die siebenköpfige Mehrheitsfraktion der KWG mit Bürgermeisterin Meike Derner an der Spitze damals für ihren Alleingang beim Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Insbesondere die Anwohner der geplante Zuwegung am Martenskamp hätten im Vorwege gerne Näheres erfahren (der Courier berichtete).

Matthias Broy lebt seit zehn Jahren mit seiner Familie am Martenskamp. „Mit der jetzigen Planung bin nicht einverstanden“, meinte er. Er habe nichts gegen ein Neubaugebiet. Doch bevor etwas entschieden werde, müsse es eine Klärung der Kostenverteilung geben. „Wer kommt denn für die Beschädigung der Straßen durch Baufahrzeuge auf?“ wollte er wissen. „Es muss eine Lösung gefunden werden, die für alle tragbar ist“, wandte Broy ein und sprach damit vielen Bürgern aus der Seele.

Bernd-Dieter Burkhardt, Architekt aus Timmaspe, warf ein, dass die Planung vom beauftragten Projektentwickler Joachim Schultze mit ihren konkreten Grundstücksmaßen und Wegen bereits viel zu ausgereift sei. „Vielleicht sollten wir alternativ auf der 8000 Quadratmeter großen Fläche noch einmal gemeinsam mit den Bürgern planen“, schlug Burkhardt vor.

Diesen Vorschlag nehme er mit in die Überlegungen auf, so Gemeindevertreter Jens Thun „Noch haben wir weder etwas geschrieben und noch haben wir einen Zeitplan“, sagte Thun abschließend.

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