Großfleckensperrung : Streit in der CDU geht weiter

Ein Konzept, das Verwirrung stiftete: Mit dem Verkehrsversuch auf dem Großflecken (rot) gab es neue Einbahnregelungen in den Nebenstraßen. Zusätzlich bremste  eine  Diagonalsperre den Verkehr.
Ein Konzept, das Verwirrung stiftete: Mit dem Verkehrsversuch auf dem Großflecken (rot) gab es neue Einbahnregelungen in den Nebenstraßen. Zusätzlich bremste eine Diagonalsperre den Verkehr.

In der CDU wird weiter kräftig gegeneinander geschossen. Ex-Bürgermeister Thomas Michaelis schlägt zurück.

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25. März 2014, 11:00 Uhr

In der CDU wird weiter kräftig gegeneinander geschossen. Nach der Kritik der Jungen Union und des Ratsherrn Kühl an den Thesen des früheren Bürgermeisters Thomas Michaelis (Courier vom Montag) schlug dieser gestern zurück.

In einer Presseerklärung weist Michaelis, der auch Mitglied des CDU-Kreisvorstands ist, die „unsachliche und nicht begründete Kritik des Ratsherrn Kühl und der Jungen Union“ zurück. Er verweist auf das CDU-Kommunalwahlprogramm, in dem es heißt: „Zu einer attraktiven Innenstadt gehört, dass der Großflecken nicht vollständig gesperrt wird, aber vom Durchgangsverkehr entlastet wird.“

Die Reduzierung des Durchgangsverkehrs, die Michaelis gefordert hatte, sei geltende CDU-Beschlusslage seit dem Kreisparteitag vor der letzten Kommunalwahl. „Das sollten auch Ratsherr Kühl und die Junge Union wissen. Im Interesse der Mitglieder empfehle ich, die Autorität des Kreisparteitages als höchstes Parteiorgan nicht zu untergraben.“

Michaelis hatte einen „attraktiven Fußgänger-Boulevard vom Gänsemarkt zum Großflecken“ und ein „völlig neues Innenstadtkonzept“ gefordert. Die Einzelhändler sollten umdenken und nicht mehr auf den Durchgangsverkehr setzen (der Courier berichtete).

Michaelis betont, dass er keine Sperrung des Großfleckens gefordert habe. „Aber der reine Durchgangsverkehr über den Großflecken im Umfang von etwa 6000 Fahrzeugen täglich sollte reduziert werden, auf welche Weise auch immer.“

Jannick Joost, Sprecher der Alternative für Deutschland (AFD) hat ebenfalls auf die Thesen von Michaelis regiert. „Die Warnungen der AFD, dass eine Durchfahrtssperre zur Verödung und damit zum Tod des Großfleckens, zur Verkehrsverdrängung in Wohnstraßen und zum Chaos auf dem Ring führe, bezeichnet Thomas Michaelis als ,Quatsch’“, meint Joost. Wer den Verkehrsversuch und seine Auswirkungen miterlebt habe, könne sich selbst ein Bild machen, welche Position Quatsch sei. Joost: „Ein vorzeitig abgebrochener Verkehrsversuch spricht Bände.“

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