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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 13:42 Uhr

Boostedt : Streit bei der Essensausgabe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Polizei musste schlichten. Sieben Menschen wurden verletzt.

Boostedt | Ein unschönes Ende nahm am Sonntagabend der erste winterliche Tag in der Flüchtlingserstaufnahmestelle in Boostedt. Gegen 18 Uhr war es während der Essensausgabe zu einem Streit zwischen zwei Flüchtlingen gekommen (der Courier berichtete). Sieben Menschen wurden verletzt.

Zunächst hätten mehrere Unbeteiligte versucht, die Auseinandersetzung zwischen den beiden Flüchtlingen zu schlichten. Doch letztlich wurden sie selbst in die Schlägerei verwickelt, bei der die Beteiligten auch zu Tellern, Messern und Stühlen griffen.

Letztlich beendeten mehrere Polizisten die Auseinandersetzung schnell. Dennoch wurden insgesamt sieben Personen verletzt. Ein 16-jähriger Syrer sowie eine schwangere Frau mussten zur weiteren Behandlung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden.

Die Polizei blieb weiterhin vor Ort, um weitere Straftaten zu verhindern. Es kam jedoch nicht zu weiteren Auseinandersetzungen.

„Eine solche Situation ist gerade in Boostedt sehr ungewöhnlich, da die Stimmung dort eigentlich friedlich und gelassen ist. Doch wegen der Vielsprachigkeit kommt es auch unter den Flüchtlingen leicht zu Missverständnissen. Und die Wartesituation erzeugt natürlich auch einen gewissen stressauslösenden Druck“, erklärte Rainer Wetzel von der Pressestelle der Polizei.

Schade sei allerdings, dass der Tag, der ja für viele Bewohner den ersten Schnee ihres Lebens brachte, so endete. „Denn die Kollegen berichteten, dass auf dem Gelände die Stimmung besonders ausgelassen und fröhlich gewesen sei. Es seien von den Kindern sogar schon die ersten Versuche unternommen worden, einen Schneemann zu bauen“, erzählte er weiter.

Zur Vorbeugung solcher Streitigkeiten würden keine besonderen Präventionsprogramme vorgehalten, hieß es bei der Besonderen Aufbauorganisation Flüchtlinge (BAO) auf Anfrage. Die Wirkung der Polizeidienststelle in der Unterkunft habe hier Priorität. Die Ansprechbarkeit der Beamten sowie die sprachliche Vermittlung durch Dolmetscher stünden an erster Stelle.  


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erstellt am 23.Nov.2015 | 17:34 Uhr

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