Neumünster : Straßenausbau beschäftigt Beiräte

Der Beschluss über den Ausbau der Frankenstraße wurde in der Ratsversammlung zurückgestellt.

Der Beschluss über den Ausbau der Frankenstraße wurde in der Ratsversammlung zurückgestellt.

Die Ratsversammlung gibt grünes Licht für den Ausbau des Wookerkamps und der Straße Enenvelde. Die Entscheidung zur Frankenstraße wurde zurückgestellt.

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10. Juli 2018, 07:48 Uhr

Drei Straßen in der Stadt sollen ausgebaut werden – allerdings sollen alle Vorhaben noch einmal durch die jeweiligen Stadtteilbeiräte gehen. Das entschied die Ratsversammlung bei ihrer jüngsten Sitzung. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

Enenvelde

Die Straße Enenvelde in Einfeld ist eine Schlagloch- und Flicken-Piste, und der Untergrund der Straße entspricht nicht den vorgeschriebenen Vorgaben. Deswegen soll die rund 1,3 Kilometer lange Straße komplett erneuert werden. 1,5 Millionen Euro werden für den Ausbau veranschlagt, eine weitere Million kostet die Kanalsanierung. Die Fahrbahn soll eine Breite von sechs Metern bekommen, damit der Busverkehr dort problemlos fließen kann. Die beiden Bushaltestellen sollen ebenfalls ausgebaut werden. Ratsherr und Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock (Grüne) verwies auf seine Anregung, die er bereits im Bauausschuss geäußert hatte: „Die Verwaltung soll vor einer konkreten Ausbauplanung prüfen, welche Rolle die Straße Enenvelde im künftigen Radverkehrskonzept der Stadt spielen kann.“ In diesem Konzept sei der Bereich als Fahrradstraße im Gespräch. Die Ratsversammlung folgte dem Vorstoß einstimmig. Das Prüfergebnis soll im Stadtteilbeirat vorgestellt werden, und dessen Anregungen und Änderungswünsche sollen berücksichtigt werden.

Frankenstrasse

Der Beschluss über den Ausbau der Frankenstraße wurde in der Ratsversammlung zurückgestellt. Fotos: Ziehm (2)
Ziehm
Der Beschluss über den Ausbau der Frankenstraße wurde in der Ratsversammlung zurückgestellt. Fotos: Ziehm (2)
 

Die Vorlage zum Ausbau Frankenstraße zwischen Boostedter Straße und Störstraße wurde zurückgestellt. Dort sollte auf einer Länge von 375 Metern die Straße für rund 700 000 Euro grundlegend in Schuss gebracht werden. Der Bauausschuss hatte sich für den Ausbau ausgesprochen, allerdings regte Helga Bühse (CDU) an, die Fahrbahn auf einer Breite von sechs Metern auszubauen und nur im Bereich der Bauminseln auf 5,50 Meter zu reduzieren, anstatt, wie ursprünglich vorgesehen, die gesamte Straße auf der schmaleren Breite auszubauen. Der Finanzausschuss empfahl daraufhin, den Stadtteilbeirat Brachenfeld-Ruthenberg noch einmal an der Planung mit dieser neuen Änderung zu beteiligen. Dem folgte die Ratsversammlung einstimmig, auch weil es weiteren Klärungsbedarf wegen der Kanalisation gibt. Gerd Kühl (CDU) kritisierte nämlich, warum der neue Regenwasserkanal nur abschnittsweise eingebaut und nicht durchgängig verlegt werden soll.

Wookerkamp

Beim Wookerkamp soll der Stadtteilbeirat im August in die Planung einbezogen werden.
Ziehm
Beim Wookerkamp soll der Stadtteilbeirat im August in die Planung einbezogen werden.


Beim Ausbau der Straße Wookerkamp zwischen Preetzer Landstraße und Am Kamp wird der Stadtteilbeirat Tungendorf nach regulärem Beteiligungsverfahren einbezogen. Dieses Gremium soll am 22. August gehört werden. Die Ratsversammlung hat einstimmig grünes Licht für die Ausbauplanung gegeben.

Für rund 1,35 Millionen Euro soll die Straße auf einer Länge von 820 Metern erneuert werden. Die vier Bushaltestellen an der Strecke sollen ebenfalls ausgebaut werden.

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