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Holsteinischer Courier

15. Dezember 2017 | 17:33 Uhr

Wasbek : Straße war fünf Stunden voll gesperrt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwischen Aukrug und Wasbek war ein mit Bier beladener Laster in den Graben gerutscht. Die Bergung war aufwändig und kostete Stunden

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Endstation Straßengraben: Ein Sattelzug ist gestern Morgen gegen 7.40 Uhr auf der Strecke zwischen Aukrug und Wasbek, Bundesstraße 430, verunglückt. Der Fahrer des aus Heide (Dithmarschen) kommenden 38-Tonners war aus noch nicht eindeutig geklärten Gründen zwischen Aukrug und Wasbek mit seinem Gefährt nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Auf dem durch die starken Niederschläge der vergangenen Tage extrem aufgeweichten Grünstreifen gab es dann kein Halten mehr: Der Lastzug wühlte sich tief in den Boden, walzte einen Leitpfahl um, knickte eine junge Birke ab und blieb schließlich mit etwa 45 Grad Schlagseite im Graben liegen. Glück im Unglück: Der Fahrer kam leicht verletzt davon, die Dieseltanks blieben heil und die Ladung hat kein Gefahrenpotenzial. Der 48-jährige Fahrer musste nur ambulant im FEK behandelt werden.

Ein Streifenwagen der Polizei sicherte die Unfallstelle zunächst ab. Doch zwischen 12 und 17.30 Uhr musste die Straße zwecks Bergung des Lasters voll gesperrt werden.

Der Laster hatte neben Solarmodulen auch Tausende Bier-Dosen geladen. Im Zuge der aufwändigen Bergungsaktion, für die die Straße über Stunden voll gesperrt wurde, stellte sich heraus, dass etliche der Gebinde leckgeschlagen waren und der Inhalt versickert war, ohne dem menschlichen Genuss zu dienen. Doch selbst wenn die Mitglieder des Bergungsteams Durst gehabt hätten: Ein kleiner Umtrunk kam nicht in Frage. Die Fracht musste so schnell wie möglich in einen anderen Sattelzug umgeladen werden, um die Verkehrsbeeinträchtigungen so kurz wie möglich zu halten. In Fahrtrichtung Neumünster wurde ab Aukrug-Bargfeld umgeleitet über die L 121. In der entgegengesetzten Richtung mussten die Autofahrer ab Wasbek über Ehndorf und Arpsdorf ausweichen. Der Schwerlastverkehr in Richtung Westen wurde per Verkehrsfunk aufgefordert, über die Anschlussstelle Neumünster-Nord und die L 328 in Richtung Nortorf und von dort aus weiter über die L 121 zu fahren. Erst als der Laster komplett leer war, konnte er von zwei Spezialkränen zurück auf die Fahrbahn gezogen werden.

Nach fünfeinhalb Stunden Sperrung wurde die Straße um 17.30 Uhr wieder freigegeben.

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