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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 13:45 Uhr

Stock-Guss: Griese besteht auf Gutachten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 14.Mär.2016 | 12:24 Uhr

Der Streit um angebliche Altlasten auf dem ehemaligen Stock-Guss-Gelände an der Rendsburger Straße spitzt sich weiter zu. Linken-Ratsherr Jonny Griese fordert von der Stadt die Herausgabe eines Gutachtens, in denen die Boden- und Grundwasserbelastungen auf dem Gelände der einstigen Eisengießerei beschrieben werden. Die Stadt lehnt das ab.

Griese vermutet, dass die Belastungen durch Furane und giftige Harze auf dem 4,3 Hektar großen Areal größer sein könnten, als bislang bekannt ist. Bereits im Dezember hatte der Ratsherr hierzu eine Große Anfrage in der Ratsversammlung gestartet, deren Beantwortung er allerdings nicht für ausreichend hält (der Courier berichtete).

Auf sein Drängen hin erhielt der Ratsherr jetzt zwar im Rathaus Akteneinsicht, durfte die Gutachten aber nicht kopieren. Griese hält das aber für unerlässlich, um die Bewertungen einer fachlichen Überprüfung durch unabhängige Experten vorlegen zu können, wie der Ratsherr unterstreicht. Notfalls will er die Herausgabe der Kopien jetzt gerichtlich erzwingen. Der Ratsherr beruft sich dabei auf das Informationszugangsgesetz des Landes, das Behörden verpflichtet, Unterlagen herauszurücken, wenn dem nicht wichtige Gründe entgegenstehen. Gegen den ablehnenden Bescheid der Stadt hat er Widerspruch eingelegt.

Die Eigentümergesellschaft Projekt Rendsburger Straße GmbH, die das Gelände 2014 geräumt hat, hatte die Verdächtigungen im Januar zurückgewiesen. Von der Fläche gehe keine gesundheitschädigende Gefahr aus, sagte ein Firmensprecher. Das Gelände sei den Anforderungen der Aufsichtsbehörden entsprechend saniert, die Sanierung durch ein Gutachterbüro begleitet worden. Die Sanierungskosten samt gutachterliche Begleitung hatte allerdings das Unternehmen bezahlt.

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