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Bilanz Holstenköste : Stimmung, Tanz und 210 Rettungseinsätze

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

170 000 Besucher hatten auf der 42. Holstenköste viel Spaß / Sanis hatten gut zu tun/ Auf der Klosterinsel kippten acht Leute gleichzeitig um

Neumünster | Der Regen am Sonntag hielt zwar einige Besucher ab, doch die positive Gesamtbilanz konnte er insgesamt nicht mehr vermiesen. 170  000 Gäste feierten vier Tage lang auf Schleswig-Holsteins zweitgrößtem Stadtfest, 30  000 weniger als in den Vorjahren. „Insgesamt hatten wir ein tolles Köstenprogramm, auch wenn es beim Kinder- und auch Seniorenprogramm gewiss noch Luft nach oben gibt“, bilanzierte gestern Abend ein recht zufriedener Organisator Stephan Beitz.

Während die Polizei mit 13 Kösten-Einsätzen im Vergleich zu 2015 nur halb so oft gerufen wurde, war der Rettungsdienst deutlich öfter gefragt. 210 Mal behandelten die Helfer verletzte oder betrunkene Personen. In der Nacht zu Sonntag mussten acht Menschen nahezu zeitgleich aufgrund von zu viel Alkohol oder von Drogenmissbrauch auf der Klosterinsel behandelt werden.

Laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs gab es sechs Anzeigen wegen Körperverletzungen. Schwer verletzt wurde niemand. „Oft reichte die polizeiliche Präsenz, um Streit zu schlichten und Straftaten gar nicht erst zuzulassen. In rund 20 Fällen wurden Platzverweise ausgesprochen“, erklärte Hinrichs. Als neue gute Einrichtung erwies sich aus seiner Sicht die Anlaufstelle für Frauen in sicherheitsrelevanten Fragen, die die Stadt, das 1. Polizeirevier und der Rettungsdienst gemeinsam einrichteten. Sie wurde von zwei Frauen aufgesucht.

Ohne größere Beanstandungen verliefen die Lebensmittelkontrollen. Die präventiven Jugendschutzstreifen von Ordnungsamt und Polizei zeigten Erfolge. „Wir haben deutlich weniger Flaschen ausgekippt als noch vor Jahren“, berichteten Philip Preinfalck (Ordnungsamt) und Bernhard Wieck von der Polizei.

Durchschnittlich zufrieden waren die Gastronomen und Veranstalter mit der Köste. „Der Freitag lief mit ,Boerney und den Tri Tops’ sehr gut. Am Sonnabend war es dann leider aber erstaunlich ruhig“, sagte Gastronom Rainer Kuck, der einen Cocktail-, einen Hotdog- und Crêpes-Stand sowie einen Bierwagen betrieb. Er geht von ähnlichen Umsätzen wie im Vorjahr aus. „Leider fehlt die Atmosphäre der Hinterhof-Bühne. Darauf haben mich viele Besucher in diesem Jahr angesprochen“, sagte er.

Aus Sicht von Veranstalter Ingo Kluge war dagegen der Freitag etwas schwächer, vor allem am Gänsemarkt vor der Holsten-Galerie. „Da hätte ich mehr mehr gewünscht.“ Der Sonnabend mit den Lechschwaben auf der Klosterinsel sei aber richtig gut gelaufen. „Es ist Wahnsinn, was bei denen immer abgeht. Ich bin froh, dass die Band nicht nur zum Oktoberfest am 17. September wieder nach Neumünster kommt, sondern auch zur Holstenköste 2017 bereits wieder zugesagt hat.“ Kluge organisierte das Programm für den Gänsemarkt, die Klosterinsel-Bühne und die Bühne 100 mit insgesamt 60 Ständen.

Der neue Fahrradparkplatz wurde nach Auskunft von Stephan Beitz zur Premiere gut genutzt. Als Problem erwiesen sich seinen Angaben zufolge allerdings uneinsichtige Autofahrer, die frech einfach Absperrungen beiseite räumten. „Hier musste dann der Sicherheitsdienst für Ordnung sorgen“, erklärte Beitz, der nun mit den Planungen für die Holstenköste 2017 vom 8. bis 11. Juni beginnt.

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erstellt am 13.Jun.2016 | 08:00 Uhr

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